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Brachliegendes Grundstück Wildparker erobern den Ehrenwortplatz

Wilhelmshaven - Mit einem Outlet-Center auf dem ehemaligen C&A-Gelände war Großes angedacht. Übrig geblieben ist der „Ehrenwortplatz“, heute im Besitz der Volksbank Wilhelmshaven und einer Privatperson, der vor allem als Parkplatz genutzt oder besser missbraucht wird. Offiziell ist es keine Parkfläche. Die abgestellten Fahrzeuge würden lediglich (noch) geduldet, weil das Grundstück ohnehin bald an einen Investor verkauft werde, sagt Norbert Philipp, Vorstandssprecher der Volksbank.

„Einer ist mal damit angefangen, seither parken dort immer mehr“, so Philipp. Anfangs sei das Gelände noch eingezäunt gewesen. Doch mit dem Verschwinden des Zaunes wurde den Autofahrern im wahrsten Sinne Tür und Tor geöffnet. Philipp beo­bachtet das durchaus mit gemischten Gefühlen. „Die Leute fahren dort einfach über den Bürgersteig, eine richtige Auffahrt gibt es dort ja gar nicht.“

Auch die Haftungsfrage spiele eine wichtige Rolle. „Wir sind sehr froh, dass es in diesem Winter noch nicht richtig gefroren oder geschneit hat, denn wir sind natürlich nicht nur für den Platz selbst, sondern für den kompletten Bürgersteig zuständig“, so Philipp.

Auch Spekulanten unter den Interessenten

Dass sich die Situation allerdings in Kürze ändern wird, stehe außer Frage. Die erste Option sei ein Verkauf des Geländes, betont der Vorstandssprecher. Man habe mit vielen interessierten Investoren gesprochen und diese bewertet. Es seien auch ein paar Spekulanten darunter gewesen, die aber von vornherein ausgeschlossen wurden. Mit einem Investor habe es inzwischen intensive Gespräche gegeben, auch mit Beteiligung der Stadt. Unterschrieben sei noch nichts, aber „ein Notar-Termin ist bereits ins Auge gefasst“, verrät Philipp. Mit wem, das sagt er nicht.

Sollte sich der Verkauf und damit eine neue Nutzung des Geländes (im Gespräch ist wohl eine wie auch immer geartete Wohnbebauung) wider Erwarten doch länger hinziehen, werde die Volksbank das Parken auf dem „Ehrenwortplatz“ dort in jedem Fall verbieten – mit Schildern und gegebenenfalls auch wieder mit einem Zaun. Aber Philipp ist optimistisch, dass es dazu nicht mehr kommen wird.

Lutz Rector
Lutz Rector Stellv. Redaktionsleitung, Wilhelmshavener Zeitung
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