Wilhelmshaven - Freies WLAN in der Innenstadt, begrünte Aufenthaltszonen mit Bänken, der Jahreszeit angepasste Dekoration – all das sind Vorstellungen einer attraktiveren Innenstadt, deren Umsetzung der City-Interessen-Verein (CIV) jetzt anpacken will.

Gerade jetzt, wo der Onlinehandel dem Einzelhandel in den Innenstädten mehr und mehr den Rang abläuft und die Kaufleute wegen der Corona-Krise zusätzliche Verluste hinnehmen müssen, sei es wichtig, eine attraktive Einkaufsfußgängerzone zu haben.

Wilhelmshaven profitiert in diesen Wochen davon, dass viele Menschen ihren Urlaub diesmal in Deutschland verbringen. „Die Stadt kann auch nach der Sommersaison über das gesamte Jahr interessant werden. Dafür müssen aber unbedingt günstigere Voraussetzungen geschaffen werden“, heißt es in einer Pressemitteilung des CIV.

Der Verein will außerdem das Prädikat „Ausflugsort“ für Wilhelmshaven erreichen und hofft dabei auf die Unterstützung der Stadt. „Das muss zusammen mit der Stadt angegangen werden, um dann als anerkannter Ausflugsort stärker das Marketing für Wilhelmshaven angehen zu können“, so CIV-Vorstandsmitglied Christoph Ganz.

Um staatlich anerkannter Ausflugsort zu werden, muss eine Stadt eine besondere Bedeutung für den Fremdenverkehr und viele Tages- und Übernachtungsgäste haben. In solchen Orten dürfen zum Beispiel Geschäfte mit touristisch geprägtem Sortiment an bis zu 40 Sonntagen im Jahr öffnen.


Der CIV möchte in diesem Jahr noch einen verkaufsoffenen Sonntag im Oktober und einen im November anbieten. Gemeinsam mit der Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH, die dem CIV wieder beigetreten ist, sollen diese Sonntage nun geplant werden. „Nach wie vor ist das Thema Veranstaltung Grundvoraussetzung für die Genehmigung“, heißt es in der Pressemitteilung.

„Ziel muss die Attraktivitätssteigerung für Wilhelmshaven sein, wir müssen stärker gemeinsam daran arbeiten und aus dieser Coronakrisenzeit einen Neuanfang wagen, der zielorientiert und abgestimmt mit Stadt und Verwaltung ist“, sagt Christoph Ganß. Der Verein begrüße deshalb auch die Überlegungen der Stadt, einen City-Manager zu installieren.

Kristin Hilbinger
Kristin Hilbinger Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt