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Kooperation mit Uni Hamburg Wilhelmshavener Klinikum bleibtakademischesLehrkrankenhaus

Gerd Abeldt

Wilhelmshaven - Das Klinikum Wilhelmshaven bleibt „Akademisches Lehrkrankenhaus“. Wie das Klinikum am Mittwoch mitteilte, wurde mit der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg rückwirkend zum 1. Mai eine entspreche Vereinbarung getroffen. Der Status öffnet den Weg für die praktische Ausbildung angehender Mediziner. Der bisherige akademische Partner, die Uni-Klinik Göttingen, hatte im vergangenen Jahr die Zusammenarbeit mit Wilhelmshaven zum Mai aufgekündigt.

„Für die Region ist es wichtig, wenn junge Ärztinnen und Ärzte hier ihre Ausbildung machen. Natürlich haben wir auch ein Interesse diese dann langfristig uns zu binden“, sagt Geschäftsführer Reinhold Keil. Das Klinikum Wilhelmshaven biete ein gutes und strukturiertes Angebot für das „Praktische Jahr“ (PJ) im Rahmen des Medizinstudiums an. Das lasse sich sowohl in der hohen Zahl von Anfragen von Studierenden als auch in den guten bis sehr guten Bewertungen im „PJ-Ranking“ der angehenden Mediziner, die bereits hier in Wilhelmshaven waren, widerspiegelt.

Sorge um medizinischen Nachwuchs in der Region war groß

Viele Interessierte an einem „Praktischen Jahr“ am Klinikum kämen aus dem norddeutschen Raum, aus Hannover und Hamburg, aber auch aus Münster nach Wilhelmshaven. „Insgesamt können zeitgleich 14 PJ-Plätze im Klinikum belegt werden“, so Keil. Vertrauensdozentin für PJ-Studierende ist Privat-Dozzentin Dr. Alexandra König.

Voraussetzung für die Teilnahme am „Praktischen Jahr“ ist für die Studierenden, dass sie den zweiten Abschnitt der ärztlichen Prüfung nach dem zehnten Semester bestanden haben. Bis 2013 durften die angehenden Ärzte ihre klinischen Erfahrungen nur an der Klinik der Heimatuniversität und deren Lehrkrankenhäuser absolvieren. Nach einer Reform können sich seither PJ-ler an jeder Universitätsklinik und jedem Lehrkrankenhaus in Deutschland bewerben.

Nach der Kündigung des Vertrages durch die Uni-Klinik Göttingen, nach rund drei Jahrzehnten Zusammenarbeit, hatte es Sorgen um die Versorgung der Region mit medizinischem Nachwuchs gegeben. Aus Sicht der Ärztekammer ist der Status „Akademisches Lehrkrankenhaus“ von überragender Bedeutung. Es gebe erfahrungsgemäß einen „Klebeeffekt“, von dem nicht nur Krankenhäuser profitieren, sondern auch die ambulante Versorgung einer Region.

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