Wilhelmshaven - Für das kommende Jahr hat sich die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Wilhelmshaven/Friesland einiges vorgenommen. „Mit dem Stadionhaus erweitern wir unser Angebot Betreutes Wohnen um 21 Wohnungen und unterschiedlicher Größe, um verschiedene Ansprüche abzudecken“, sagt Geschäftsführerin Doris Tjarks. „Außerdem wird unsere Geschäftsstelle mit Beratungsstelle im Erdgeschoss neue Räume beziehen und ein Mehrzweckraum für verschiedene Angebote zur Verfügung stehen.“ Platz findet auch ein Café als Inklusionsbetrieb, der dann Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung bieten soll.

Seit Wochen wird bereits gearbeitet auf dem Eckgründstück des ehemaligen Stadions an der Göker-/Ecke Friedenstraße. Zur Erleichterung vieler Wilhelmshavener, die gegen diesen „Schandfleck“ lange angesehen haben. Nun aber sind offensichtlich alle vertraglichen Fragen geklärt, so dass gestern offiziell der erste Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt des Stadionhauses möglich war.

Damit wird 20 Jahre nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes eine städtebauliche Lücke geschlossen – an einer der „schönsten Ecken“ Wilhelmshavens, wie Volksbank-Vorstandssprecher Norbert Philipp betonte. In dieser Niedrigzinsphase sei es sinnvoll, in Immobilien zu investieren, ist er sich mit Vorstandskollege Tobias Reisse einig. Nach dem Erwerb wesentlicher Teile des Stadionhauses 1 im vergangenen Jahr tritt die Volksbank Wilhelmshaven hier deshalb konsequent er als Bauherr an.

Ende dieses Jahres soll der Rohbau Stadionhaus fertig gestellt sein, am 1. Juni 2021 ist der Einzug der AWO geplant, sagt Architekt Bodo Rothert, Geschäftsführender Gesellschafter der Geithner Bau. „Wir haben im Jahr 1999 bereits einen Großteil der Pfahlgründungen eingebracht und jetzt nur ergänzen müssen, weil das Gebäude breiter wird als damals vorgesehen.“ Der zweigeschossige Neubau wird zur Kreuzung hin mit einem höheren Eckturm realisiert. „Optisch wird das Stadionhaus an die vorhandene Bebauung nebenan angepasst“, so Rothert weiter. „Wir haben seinerzeit bereits die passenden Verblendsteine beschafft und eingelagert.“

Die AWO wird laut Geschäftsführerin Doris Tjarks für die 21 Wohnungen zwei Präsenzkräfte – Mitarbeiterinnen aus der Altenpflege und Betreuung – sowie einen Hausmeister im Stadionhaus beschäftigen. Zu den angebotenen Dienstleistungen gehören unter anderem Gesundheitsförderung, hauswirtschaftliche Versorgung und ähnliches, aber auch Angebote wie Sport, Freizeitangebote und Einkaufshilfe.


Bei Interesse an einer Wohnung im neuen Stadionhaus: Doris Tjarks, E-Mail tjarks@awo-whv.de oder Tel. 4 09 04 13.

Michael Halama
Michael Halama Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung