Wilhelmshaven - In Corona-Zeiten hat der Online-Handel zugelegt, die Fachgeschäfte des Einzelhandels vor Ort geraten weiter unter Druck. Eine Maßnahme, um Umsatz und damit Kaufkraft in Wilhelmshaven zu behalten, ist der Mitte März eingeführte Stadtgutschein. Die Organisation liegt bei der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH (WTF). Dessen Geschäftsführer Michael Diers zieht ein erstes positives Fazit: „Die Nachfrage ist online sehr hoch. Das liegt nicht nur an Corona, sondern auch daran, dass das Handling sehr einfach ist.“ Den Gutschein gibt es unter stadtgutschein-wilhelmshaven.de oder bei der WTF in einer Stückelung zwischen 10 bis 200 Euro; es wird sogar einer für 44 Euro angeboten; extra für Arbeitgeber, die ihren Mitarbeitern etwas gönnen wollen und dabei noch steuerliche Vorteile geltend machen können.
Neben Geschäften sind auch noch Betriebe und Kultureinrichtungen beteiligt. Allein im ersten Monat sind rund 75 dabei, bei denen der Stadtgutschein eingelöst werden kann. Bis Ende des Jahres müssen Firmen oder Institutionen keine Provision für ihre Teilnahme bezahlen. Die Teilnehmer erhalten die Umsätze am Ende des Monats überwiesen. Als langfristiges Ziel gibt Diers „eine Teilnehmerzahl zwischen 200 und 250“ aus. Auch mit Geschäften in der Nordseepassage sei gesprochen worden, so Diers.
In der Vergangenheit gab es den vom City-Interessenverein (CIV) organisierten Gutschein. In der Spitze wurden in einem Jahr 400 000 Euro Kaufkraft durch den Gutscheinerwerb in der Stadt gehalten, zuletzt halbierte sich die Zahl. Langfristig angestrebt wird eine Million Euro. Die Umsätze in diesem Jahr lagen im ersten Monat bei 17 500 Euro; im Vorjahr wares es 14 900 Euro.
