WILHELMSHAVEN - Mieter der Jade Immobilien Management aus dem Europaring und der Straßburger Allee haben gegenüber dieser Zeitung ihrer Verwunderung darüber Ausdruck gegeben, auf welche Art und Weise in den vergangenen Wochen vor ihren Häusern Schnee geräumt wurde.
So habe man in den letzten Dezembertagen beobachtet, dass vor Häusern, in denen eine Wohnung verkauft war, sofort geräumt wurde, während der Schnee vor Mietshäusern liegen blieb. Reinhard Guhl aus der Straßburger Allee 13: „Es war lustig, mit anzusehen, wie das Räumfahrzeug vor dem Haus mit Eigentumswohnung räumte, dann die Schaufeln anhob, zum nächsten Block fuhr, um dort erneut zu räumen.“ Vor den dazwischen liegenden Mietshäusern sei einfach nicht geräumt worden. Er sei dann auch ausgerutscht und gefallen, so Guhl.
Auf Anruf zahlreicher Mieter hin sei auf Anlaufschwierigkeiten der Räumfirma verwiesen worden. Beim zweiten größeren Schneefall habe sich allerdings alles wiederholt: Räumung vor Häusern, in denen Eigentümer waren, sofort, vo-r Mietshäusern erst am späten Nachmittag.
Auf Anfrage verwies Prokurist Jürgen Benecken, Leiter Vermietung der Jade Immobilien, darauf, dass für die Schneeräumung der betreffenden Häuser unterschiedliche Aufträge vorliegen. So sei im Falle von Objekten mit verkauften Wohnungen die Eigentümergemeinschaft Auftraggeber und bestimme, wer die Gehwegreinigung übernehmen soll.
Bei den Mietwohnungen seien im Regelfall die Mieter nach einem entsprechenden Turnus selbst für den Winterdienst zuständig. Das werde bei manchen Häusern auch so gehandhabt. Dort, wo die Aufgabe an eine Firma delegiert worden war, habe die Jade seit dieser Wintersaison einen neuen Winterdienstleister. Wenn erst nachmittags geräumt werde, sei das natürlich nicht gut.
Zugegebenermaßen habe es Anlaufschwierigkeiten gegeben, die aber nun offenbar abgestellt seien.
