Wilhelmshaven - Christian Meyer ist am Freitag nicht um seinen Job zu beneiden, wenn der Tabellenführer der Regionalliga Nord, der Chemnitzer FC, um 19.30 Uhr im Jadestadion zu Gast ist. Auswärts sind die Sachsen noch ungeschlagen, allein der VFC Plauen schaffte es am ersten Spieltag, dem Team von Trainer Gerd Schädlich einen Punkt abzuknöpfen. Der Rest: Fünf Siege und 13:3 Tore.

Doch damit nicht genug: Zuletzt trafen die Chemnitzer jeweils sechsmal in Magdeburg (6:1) und gegen den Hamburger SV II (6:0). Kantersiege, an denen das Team seine Freude zu haben scheint. 6:0 hieß es auch gegen Lübeck, nicht glücklich dürfte auch der TSV Havelse nach seiner Dienstreise ins Erzgebirge gewesen sein (0:5). Insbesondere Benjamin Förster scheint eine Torgarantie eingebaut zu haben: 16 der 35 Saisontreffer gingen bislang auf das Konto des 20-Jährigen.

Und Christian Meyer? Der 23-Jährige liegt im Jadestadion auf der Massagebank, lässt sich zwischen zwei Trainingseinheiten von Physiotherapeut Andreas Haas die Muskulatur durchkneten - und ist auch ansonsten ganz entspannt. Wir haben in Halle oder gegen Wolfsburg II gezeigt, was mit einer konzentrierten Leistung möglich ist. Alles andere wird sich zeigen.

Überhaupt diese Statistiken - Christian Meyer schüttelt das lange, blonde Haar. Klar - ich habe 24 Gegentore in 13 Spielen kassiert. Aber was sagt das aus? Bis auf den Querschläger zum 1:3 in Leipzig, wo ich am Ball vorbei getreten habe, bin ich zufrieden. Ansonsten gilt das, was auch Trainer in diesem Zusammenhang immer sagen: Verteidigung beginnt im Sturm.

Mehr lesen Sie heute in der Wilhelmshavener Zeitung.

Martin Münzberger
Martin Münzberger Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung