WILHELMSHAVEN - Der Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung in Wilhelmshaven GmbH (WFG) hat sich neu konstituiert. Neuer Vorsitzender ist der CDU-Fraktionschef Prof. Günter Reuter. Er wurde ebenso einstimmig gewählt wie sein Stellvertreter Siegfried Neumann (SPD).

„Wir wollen einen Neuanfang“, sagte Günter Reuter im Anschluss an die Wahl. „In der WFG hat parteipolitisches Geplänkel nichts zu suchen. Hier geht es ausschließlich um Wilhelmshaven und um die Pläne für die wirtschaftliche Zukunft der Stadt.“

Dem WFG-Aufsichtsrat gehören nach dem Rückzug der Wirtschaft aus der GmbH mit Oberbürgermeister Eberhard Menzel (SPD), Günter Reuter und Bernhard Rech (beide CDU), Siegfried Neumann und Wilfrid Adam (beide SPD), Horst Radmer (FDP) und Erika Lach (Grüne) sieben Politiker an.

Für die „Jamaika-Kooperation“ (CDU, FDP, Grüne) sei schon im Vorfeld klar gewesen, dass man die SPD in die Aufsichtsratsspitze einbinden will. Reuter: „Wir können im Rat politisch streiten. In der WFG müssen wir nach gemeinsamen Lösungen suchen.“

In Anwesenheit des kommissarischen WFG-Geschäftsführers Wolfgang Frank habe man sich darauf verständigt, vor der Ausschreibung der Geschäftsführer-Stelle eine gemeinsame „Zielorientierung“ vorzunehmen. Dabei müsse geklärt werden, welche Aufgaben der Wirtschaftsförderung künftig bei der Stadt verbleiben und welche ins Regionale Standortmanagement aufgehen, sagte Reuter.


Im Regionalen Standortmanagement wollen die Stadt Wilhelmshaven und die Landkreise Friesland, Wittmund und Wesermarsch eine gemeinsame Wirtschaftsförderung betreiben.

Der Allgemeine Wirtschaftsverband Wilhelmshaven-Friesland (AWV) hatte sich aus der Wirtschaftsförderung zurückgezogen, als der Streit um die künftige Besetzung der Geschäftsführer-Stelle zu eskalieren drohte.