Wilhelmshaven - Es ist immer gut, wenn es Menschen gibt, auf die man setzen kann, die sich einbringen und unterstützen. Gerade das Kinder- und Jugendhospiz „Joshuas Engelreich“ ist auf Sponsoren und ehrenamtliche Helfer angewiesen, um Familien, die ein Kind haben, bei dem eine lebensverkürzende Krankheit diagnostiziert wurde, zur Seite zu stehen.
Auf gleich 23 neue Ehrenamtliche kann das Team der Einrichtung an der Kurt-Schumacher-Straße jetzt bauen. Im Zuge einer Feierstunde überreichte Juliane Kallusky als Ehrenamtskoordinatorin den Anwesenden eine Teilnahmebescheinigung sowie ein Präsent. An insgesamt 17 Abenden und zwei Wochenenden hatten sich die neuen Helfer mit Herz in einem extra konzipierten Kurs auf ihre Aufgaben im Hospiz vorbereitet. Dabei ging es einerseits um informatives Fachwissen, um praktische Einsätze zum Reinschnuppern sowie um eine Selbstreflexion, bei der die Teilnehmer von ihren biografischen Erfahrungen mit dem Tod erzählten.
„Es ist wichtig, alle Helfer bewusst an ihre Aufgaben heranzuführen, die durchaus auch emotional sein können. Ich habe bei vielen von ihnen festgestellt, dass anfängliche Skepsis gewichen ist und ihre Persönlichkeit gestärkt wurde. Eine persönliche Beziehung aufzubauen ist wichtig, denn dadurch steigt die Motivation und Freude am Ehrenamt“, so Kallusky, die die Gruppe stets sehr harmonisch wahrgenommen hat.
Die Ehrenamtskoordinatorin, die zugleich auch Familientherapeutin ist, lobte das Engagement der neuen Helfer gemeinsam mit Hospiz-Geschäftsführerin Irene Müller. Schließlich strahle jeder Einzelne etwas Besonderes aus und gäbe dem Haus etwas mit. „Sie schenken sich und leben zugleich Menschlichkeit. Die Förderung des Ehrenamts ist zugleich eine Förderung der Menschlichkeit.“
Zu den künftigen Bereichen, in denen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter einbringen, gehört unter anderem die Begleitung der Geschwisterkinder. „Sie geraten oft etwas ins Hintertreffen. Sie erhalten hier eine spielerische Zuwendung und können sich austoben“, erklärt Kallusky. Aber auch in den Bereichen Alltägliches, Öffentlichkeitsarbeit, Empfang oder Gartengestaltung engagieren sich die Ehrenamtler fortan.
Damit steht dem Kinder- und Jugendhospiz inzwischen ein Team von etwa 100 Ehrenamtlichen zur Seite, die sich im Haus einbringen. „Natürlich haben nicht immer alle Zeit, aber auch, wer sich nur ab und zu blicken lässt, kann schon einiges bewirken“, sagt Juliane Kallusky, die von einem sehr hoch zu schätzenden Geben und Nehmen sprach. „Sie spenden nicht nur ihre Zuwendung, sondern gewinnen in der Gruppe der Ehrenamtlichen zugleich auch neue Freunde.“
