Wilhelmshaven - Manche Kinder haben es einfach schlecht getroffen. Beispielsweise solche, die in schwierigen Familienverhältnissen leben und/oder nicht richtig sprechen können. Um diese Nachteile auszugleichen, gibt es jetzt zwei neue Hilfseinrichtungen der Arbeiterwohlfahrt (Awo) an der Bremer Straße 169 und 171, die am kommenden Mittwoch, 21. September, eröffnet werden.
Das Fachpublikum kommt am Vormittag, Nachbarn und andere Interessierte sind von 12 bis 15 Uhr eingeladen, sich die Einrichtungen anzusehen, teilen Meike Luitjens, Leiterin des Awo-Sprachheilzentrums, und Julia Sander, Leiterin der neuen Wohngruppe für Kinder mit Sprachstörungen, mit.
In den vergangenen Wochen und Monaten wurde in beiden Häusern kräftig gewerkelt, wurden Wände herausgebrochen und neue eingezogen, das verwilderte Gartengelände gerodet und schließlich die Räume gestrichen und eingerichtet.
Im Haus Bremer Straße 169 werden bis zu acht sprachgestörte Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen im Alter von sechs bis zwölf Jahre einziehen, die hier ein friedliches Zuhause auf Zeit bekommen, mit klaren Strukturen und Regeln, einen Ort der Geborgenheit und Sicherheit. Sie haben hier ihre eigenen Zimmer und treffen sich in der Gemeinschaftsküche, dem Essraum und dem Wohnzimmer. Ihre sprachlichen Defizite werden im Awo-Sprachheilzentrum an der Masurenstraße therapiert, wo die Kinder auch zur Schule gehen. Von dessen Leitung werden die neuen Wohneinrichtungen auch verwaltet.
Das Haus Bremer Straße 171 nimmt Familien mit Babys und Kindern bis zu sechs Jahren, die Erziehungsanleitung benötigen, für einige Zeit auf. Anschließend werden die Familien ambulant weiter betreut. Hier hilft das Team aus Sozialpädagoginnen und Erzieherinnen, die Eltern-Kind-Beziehungen zu stärken, den Lebensalltag zu bewältigen und mit Behörden klarzukommen.
