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Jade-Weser-Port Zufahrt zur A29 ist wichtiges Signal für die Region

Gerd Abeldt

Wilhelmshaven - Die Sanierung der Autobahn-Brücken im Zuge der Zufahrt zum JadeWeserPort (A 29) muss deutlich schneller gehen als bislang geplant. Diesen Appell richtete der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade (AWV) an die neu gegründete Autobahn GmbH des Bundes.

Ein Neubau der Autobahnbrücke in Fedderwardergroden (über die Möwenstraße) in vielleicht acht Jahren sei „definitv zu spät“, sagte AWV-Vizepräsident Thomas Hohmann am Donnerstag. Die Fahrbahn im Brückenbereich ist bereits seit einem Jahr auf jeweils eine Fahrspur pro Richtung verengt, weil die Tragfähigkeit der Brücke eingeschränkt ist. Vor dem erforderlichen Neubau will die Autobahn GmbH aber erst die Brücken in Zetel und dann die in Varel herstellen. Hohmann: „Wir müssen die A 29 als Ganzes betrachten. Wir sprechen hier von der Zufahrt zu Deutschlands einzigem Tiefwasserhafen.“ Mehr Tempo erhofft sich der AWV auch beim geplanten Bau der Küstenautobahn A 20.

Lesen Sie außerdem: Neubau der Brücke bei Zetel-Blauhand liegt im Zeitplan

Tragfähigkeit der Brücke ist eingeschränkt

Auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes mit 380 Mitgliedern in Wilhelmshaven, Friesland und Wittmund zeigt sich AWV-Präsident Tom Nietiedt zuversichtlich, dass es gelingen kann, die wirtschaftliche Entwicklung der Region nach dem Ende der Corona-Pandemie voranzubringen, wenn Wirtschaft und Kommunen eng zusammenstehen.

AWV-Präsident Tom Nietiedt

AWV-Präsident Tom Nietiedt

Ein wichtiger Baustein dabei könnte die neu gegründete Wirtschaftsförderungs GmbH Wilhelmshaven (WfG) sein, an der die Stadt 52 und die Wirtschaft 48 Prozent der Anteile halten. Auf die Ausschreibung der Geschäftsführerstelle hätten sich 20 qualifizierte Frauen und Männer aus dem gesamten Bundesgebiet beworben. Aktuell laufe die Endauswahl. Beabsichtigt sei, dass der Aufsichtsrat bis Ende März einen Beschluss fasst, so dass der künftige Hauptgeschäftsführer zum 1. Juli seine Arbeit aufnehmen könnte. Das werde ein „wichtiges Signal“ für die Region. Ziel der Arbeit der WfG sei es, die Potenziale am Wasser zu nutzen, neue Unternehmen anzusiedeln und die Arbeitslosenquote in der Stadt deutlich zu senken.


„Wir wollen den Doppelpass mit den Kommunen“

Der AWV, so Nietiedt, sei auch bereit, sich mit 20 Prozent an der Jade Bay Entwicklungsgesellschaft mbH zu beteiligen. Träger der interkommunalen Wirtschaftsförderung sind bislang die Stadt Wilhelmshaven sowie die Landkreise Friesland, Wittmund und Wesermarsch. Hierfür seien für den Februar Gespräche mit Oberbürgermeister Carsten Feist (Wilhelmshaven) und Landrat Sven Ambrosy (Friesland) geplant. Nietiedt: „Die Region braucht eine Stimme, die deutschlandweit zu hören ist.“

Für die Vertretung der Interessen der Region soll es weiterhin Parlamentarische Abende in Berlin oder auch in Hannover geben, sagte AWV-Geschäftsführer Henning Wessels. Nietiedt ergänzte mit Blick auf die in diesem Jahr stattfindenden Bundestags- und Kommunalwahlen, dass der AWV das direkte Gespräch mit den Bundestagskandidaten im Wahlkreis 26 Wilhelmshaven/Friesland/Wittmund sowie den neuen Vertretern von Städten und Gemeinden suchen werde. „Wir wollen auch in Zukunft den Doppelpass mit den Kommunen spielen.“

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