Wilhelmshaven - Alles, was sonst ernst und damit auch übel genommen werden könnte, sagen sich Schortenser und Jeveraner seit 27 Jahren am 11.11. um 11.11 Uhr ganz offen. Dabei fallen mitunter deftige Worte; doch am Ende ist man wieder nett und isst und trinkt miteinander. So auch beim gestrigen Treffen der Mitglieder vom Verein der Gemeindebürger Ostiem und vom Bürgerverein Jever im Waldschlösschen Addernhausen an der Grenze zwischen beiden Städten. Traditionsgemäß nahmen sich dabei auch die Stadtoberhäupter ordentlich auf die Schippe und später in den Arm.

Das früher oft fröstelnd in einem Zelt am Moorlandstief begangene Treffen hat seit der Wiedereröffnung der Gaststätte an Qualität gewonnen. Schon um neun Uhr waren die ersten Teilnehmer angekommen und bald gab es keinen leeren Platz mehr im Lokal. Als Gastgeber hatten die Ostiemer zu Backschinken, Spießbraten und Salaten eingeladen.

Deren Vorsitzender Jörg Limberg würdigte die große Verbundenheit der Bürger, die den Räten beider Städte leider abhanden gekommen sei. In Jever trennten sich SPD und CDU und in Schortens verließen die Grünen ihre Partner SPD und FDP, sagte er. In den Bürgervereinen erfahre man aus erster Hand, wo der Schuh drückt. Dort lernt man auch Verbundenheit, Zusammenhalt und Lösungsvorschläge zu erarbeiten, fügte er hinzu. Silvia Jennerich, Vorsitzende in Jever, pflichtete ihm bei.

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