Wilhelmshaven - Anfang des Jahres 2016 wurde das ehemalige C&A-Gebäude an der Ecke Virchow-/Ebert-/Rheinstraße abgerissen. Seither wartet es auf eine neue Nutzung,
Das vollmundig angekündigte Projekt eines Outlet-Centers hat sich längst als geplatzte Seifenblase erwiesen. Seinen Namen erhielt der Platz bei den Bürgern, da der damalige Projektentwickler sein Ehrenwort gegeben hatte, dass das Outlet dort gebaut wird.
Auch das ist schon wieder mehr als zwei Jahre her. Nun aber könnte die Odyssee der Suche nach einer neuen Nutzung ein Ende finden.
Laut Norbert Philipp, Vorstandssprecher der Volksbank Wilhelmshaven, in deren Besitz sich das 5500 Quadratmeter große Areal befindet, gibt es zwei konkrete Investoren. Daneben gehört das Areal noch einem Privatmann.
Seniorenresidenz oder Gewerbeprojekt?
Die Vertragsentwürfe seien fertig, beide Investoren hätten schon Gespräche mit der Stadt geführt.
Die hat zwar mit dem möglichen Verkauf nichts zu tun (das ist Sache der Grundstückseigentümer und Investoren), wäre aber als Planungs- und Genehmigungsbehörde im Nachgang beteiligt – deshalb die Vorgespräche.
Aber um was für Investoren beziehungsweise Projekte handelt es sich? Hier hüllen sich die Beteiligten – wenig überraschend – in Schweigen. Nach Recherchen der Redaktion gibt es einen auswärtigen Investor, der auf dem „Ehrenwortplatz“ eine Seniorenresidenz mit über 100 Wohneinheiten plus weiterer Einheiten für „Betreutes Wohnen“ zu bauen gedenkt. Im Erdgeschoss, so heißt es weiter, seien zudem Serviceeinrichtungen geplant, zum Beispiel ein Café. Zudem gehöre eine Tiefgarage zum Konzept.
Die Zielgerade ist scheinbar erreicht
Noch nicht ganz soweit soll dagegen der zweite Investor sein. Dem Vernehmen nach habe es eher lose Gespräche gegeben. Im Gespräch soll ein Gewerbeprojekt mit Einzelhandel und/oder Hotel sein. Ein solches Vorhaben wäre wie auch das Projekt eines Seniorenwohnheimes mit den Bestimmungen des Bebauungsplanes realisierbar.
Welche Planung am Ende auf dem zentral gelegenen Grundstück Realität wird, steht noch nicht fest. Doch die Zielgerade scheint viereinhalb Jahre nach dem Abriss des C&A-Gebäudes (endlich) erreicht, wie Norbert Philipp bestätigt.
Sobald die finale Entscheidung getroffen sei, werde der Vertrag notariell bestätigt. „Bis Ende Juli rechne ich mit einer Umsetzung“, so der Volksbank-Vorstandsvorsitzende.
