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Arbeitsmarkt Wilhelmshaven Arbeitslosenquote überschreitet 12 Prozent-Marke

Die Arbeitsagentur Oldenburg-Wilhelmshaven hat die Zahlen für den Monat Februar vorgelegt.

Die Arbeitsagentur Oldenburg-Wilhelmshaven hat die Zahlen für den Monat Februar vorgelegt.

dpa

Wilhelmshaven - Die Arbeitslosenquote in Wilhelmshaven ist auch im Februar weiter gestiegen. Nachdem sie schon im Januar mit 12 Prozent einen der höchsten Werte seit langem erreicht hatte, kam binnen eines Monats nochmals 0,1 Prozentpunkt hinzu. Damit ist inzwischen fast jede achte Erwerbsperson in Wilhelmshaven ohne Beschäftigung. Darüber hinaus trüben diese Zahlen auch die Statistik des gesamten Agenturbezirkes Oldenburg-Wilhelmshaven, wo es einen - wenn auch nur leichten - Rückgang der Arbeitslosigkeit gegeben hat (von 6,6 auf 6,5 Prozent).

Ein Drittel ist bereits 50 Jahre oder älter

Ende Februar sind in der Geschäftsstelle Wilhelmshaven 4632 Personen arbeitslos gemeldet, 41 mehr als im Januar und 289 mehr als im Vorjahresmonat. Mehr als ein Drittel (35,4 Prozent) der Betroffenen ist dabei mindestens 50 Jahre alt, sogar 37,7 Prozent fallen unter die Langzeitarbeitslosen, sind also seit wenigstens einem Jahr bei der Arbeitsagentur registriert. Bei den in Wilhelmshaven gemeldeten Ausländern hat es zwischen Januar und Februar kaum Veränderungen gegeben. Aktuell sind 1343 Personen gemeldet, im Januar waren es drei mehr. Der Anteil an der Gesamtzahl liegt weiter bei 29 Prozent.

Jobcenter kämpft gegen Verhältnisse

Mit glatten 9 Prozent unverändert hoch bleibt der Anteil der Arbeitslosen, die in den Bereich SGB II (Bürgergeld) und somit in die Zuständigkeit des Jobcenters fallen, wenngleich die absolute Zahl sogar leicht zugelegt hat (von 3437 auf 3466). Knapp die Hälfte der Betroffenen ist langzeitarbeitslos, ein Drittel hat keinen deutschen Pass. Dass sich die Lage trotz einer „sehr guten Beratungs- und Vermittlungstätigkeit“ nicht verbessere, liege nicht zuletzt an einem starken Zuzug von Arbeitslosen in die Jadestadt, dem hohen Anteil der Klientel ohne Ausbildung oder Schulabschluss, damit verbunden dem Fehlen eines zweiten Arbeitsmarktes und bezogen auf die ukrainischen Flüchtlinge, die theoretisch sofort in Arbeit vermittelt werden könnten, dem Mangel an Kinderbetreuungsplätzen, betont Thomas Hein, Geschäftsführer des Jobcenters Wilhelmshaven, immer wieder. Schon allein mit der Quote innerhalb des SGB II-Bereichs würde Wilhelmshaven auf dem letzten Platz im Agenturbezirk liegen. Delmenhorst als Vorletzter weist aktuell eine Quote von 8,7 Prozent aus - als Gesamtquote (in der Jadestadt sind es 12,1 Prozent).

Zunahme bei den gemeldeten Stellen

In der Geschäftsstelle Wilhelmshaven sind aktuell 967 freie Stellen gemeldet, ein Drittel mehr als im Januar (plus 241 oder 33,2 Prozent). Fast alle (958) sind sozialversicherungspflichtig, davon könnten 853 bei entsprechender Qualifikation sofort besetzt werden. Während sich bei den fertigungstechnischen Berufen die Zahl der Arbeitslosen und die der gemeldeten Stellen nahezu die Waage hält, geht die Schere bei den Sicherheitsberufen weit auseinander. Hier fallen statistisch 23 entsprechend qualifizierte Arbeitslose auf eine gemeldete Stelle. Bei Gesundheits- sowie IT- und naturwissenschaftlichen Dienstleistungsberufen liegt das Verhältnis von Arbeitslosen und gemeldeten Stellen nahezu bei 2 zu 1.

Lutz Rector
Lutz Rector Stellv. Redaktionsleitung, Wilhelmshavener Zeitung
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