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Mit dem für 432 Gäste gebauten roten Renner kann Helgoland nun wieder zweimal täglich angelaufen werden, und außer Wilhelmshaven werden Hooksiel, Norderney, Langeoog und andere Küstenbadeorte zur Aufnahme von Passagieren angesteuert.Allein 60 Mal geht es in dieser Saison ab Wilhelmshaven und 40 Mal ab Hooksiel, hier mit Weiterfahrt nach Sylt, zum roten Felsen in der Deutschen Bucht. Der Preis für die luxuriösen Fahrten, die weniger als 90 Minuten dauern und kein Ausbooten mehr erfordern, blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert.
An Bord begrüßten Geschäftsführer Carl-Ulfert Stegmann von der zur „Frisia“ gehörenden Wilhelmshaven-Helgoland-Linie (WHL) und Kapitän Karl Bree unter den Fahrgästen auch geladene Gäste der Stadt Wilhelmshaven, des Landkreises Friesland, der Bahn AG und vieler Fremdenverkehrseinrichtungen.
Sie wiesen darauf hin, dass seit sechs Jahren rund 400 000 Passagiere mit dem „CAT No. 1“ per „CATzensprung“ Helgoland besuchten. Das entspreche etwa der Gesamtzahl an Helgolandbesuchern im letzten Jahr. 2005 hätten sich wegen schlechten Wetters die Erwartungen der Reederei mit 50 000 Gästen nicht erfüllt.
Gemeinsam müssten sich alle Nordseeanrainer um eine noch bessere Vermarktung bemühen, wie es zuletzt bei einer Visite des „CAT No. 1“ in Düsseldorf mit 100 000 Besuchern geschah. In Wilhelmshaven (3) und dem Umland habe man inzwischen 30 Verkaufsstellen für Tickets.
Der Katamaran liefere sich mit der „Atlantis“, die aus der Elb- und Wesermündung nach Helgoland fahre, ein sportliches Rennen um die Fahrgäste. Er sei 52 m lang, 13 m breit, erreiche bei einem Tiefgang von 1,5o Metern mit seinem 12 634 PS starken Jet-Antrieb 40 Knoten (75 km/h) und verdränge achtern heraus pro Sekunde 20 000 Liter Wasser, fügte Zahlmeister P. Gieseke hinzu. Man sei flexibel und für zusätzliche Fahrten bereit.
In der Helgoländer Nordseehalle wurden die Gäste durch Kurdirektor Christian Lackner begrüßt, über die aktuelle Entwicklung auf der Insel und das umfangreiche Angebot für Urlauber informiert. Man hoffe auf eine bessere Saison 2006, sagte er.
An den bekannten Helgoländer Kinderbuchautor James Krüss, der am 31. Mai 80 Jahre alt geworden wäre, erinnerte seine Schwester, die 77-jährige Erni Rickmers, Frau des früheren Bürgermeisters der Insel. Nach einer Inselführung wurde die Heimfahrt angetreten, nicht ohne eine Umrundung der „Gorch Fock“, die vor Helgoland liegend gerade die Segel setzte.
Wilhelmshavens Oberbürgermeister Eberhard Menzel betonte an Bord, es sei immer wieder ein Erlebnis, nach Helgoland zu fahren. Der Tourismus habe für die ganze Küste eine überragende Bedeutung. In einigen Jahren würde man als weiteren Blickfang von See her den JadeWeserPort mit den großen Containerschiffen besichtigen können. Diesmal querten einige von ihnen in Richtung Hamburg den Weg des Katamarans.
