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Wilhelmshavenerin Autorin Von der Piratengeschichte zum Liebesroman

Miriam Rhode hat ihr erstes Buch veröffentlicht.

Miriam Rhode hat ihr erstes Buch veröffentlicht.

Björn Lübbe

Wilhelmshaven - „Ich warte jeden Tag darauf, ich will es endlich in den Händen halten“, erzählt Miriam Rhode. Die Wilhelmshavenerin hat ihr erstes Buch veröffentlicht: „Liebe auf Spanisch“, eine Liebesgeschichte. In dieser Woche wird es veröffentlicht.

Als Schriftstellerin kann sich die 36-Jährige schon lange bezeichnen, denn schon mit acht Jahren wurde ihre erste Kurzgeschichte in einem Weihnachtsbuch veröffentlicht. Auf die erste Veröffentlichung folgten viele weitere in Büchern und Zeitschriften. Lange machte sie jeden Schreibwettbewerb mit, den sie entdeckte, nicht selten gewann sie auch. „Da war mir klar, dass ich Schriftstellerin werden möchte – aber nebenberuflich. Ich wusste, dass ich nicht einfach ein Buch schreibe und dann Bestseller-Autorin bin.“ Auch in der Wilhelmshavener Zeitung war eine ihrer Geschichten schon zu lesen: Mit elf Jahren gewann sie einen Schreibwettbewerb, für den sie eine Piratengeschichte schreiben sollte. „Obwohl ich eigentlich mehr Prinzessin als Pirat war“, lacht sie. Sie erinnert sich noch genau, wie sie nach der Schule loslief, um eine WZ zu kaufen und ihre Geschichte entdeckte.

„Liebe auf Spanisch“ von Miriam Rhode ist ab sofort erhältlich.

„Liebe auf Spanisch“ von Miriam Rhode ist ab sofort erhältlich.

Als sie nach Köln zog, um „Mehrsprachige Kommunikation“ zu studieren, verlor sie die Lust am Schreiben. Erst als sie wieder in die Jadestadt zog, entdeckte sie das Schreiben wieder für sich. „Und plötzlich hatte ich eine Romanidee.“

Mehr Arbeit als erwartet

„Das Buch zu schreiben war ganz anders als eine Kurzgeschichte. Damals habe ich mich an meinen Schreibtisch gesetzt und die Geschichte runtergeschrieben.“ Hinter einem Buch stecke mehr. Unter anderem die Suche nach einem Verlag. „Die Buchbranche ist sehr exklusiv. Es gibt so viele talentierte Leute, die etwas zu sagen haben und auch gut schreiben können, aber trotzdem keinen Fuß in eine Verlagstür bekommen.“ Deswegen hat sich Rhode für die Veröffentlichung bei Story One entschieden, einem „Selfpublishing Verlag“. „Solange man sich an einige Rahmenbedingungen hält und sich gut macht, kann jeder dort ein Buch veröffentlichen“, erklärt die Wilhelmshavenerin. Gestalten konnte Rhode das Buch selbst nach ihren Vorstellungen. Lediglich das Lektorat musste sie selbst zahlen. „Das Lektorat war mir super wichtig, auch wenn es mich Geld gekostet hat. Man selbst sieht den Wald vor lauter Bäumen manchmal nicht mehr und ich wollte, dass es in sich stimmig ist.“

Eine spanische Liebesgeschichte

Drei Monate hat es gedauert bis „Liebe auf Spanisch“ druckfertig war. „Es war mehr Arbeit, als ich gedacht hatte, obwohl es mit 60 Seiten kein sehr dickes Buch ist.“ Der Ort der Handlung ist Salamanca, eine Stadt im Westen Spaniens, die Rhode häufig besucht hat. Dort besucht Protagonistin Laura eine Sprachschule und verliebt sich in ihren Lehrer Juan. Der scheint ihre Gefühle zu erwidern, doch die Direktorin der Schule verbietet die Beziehung. Laura ist verzweifelt.

„Liebe auf Spanisch“ ist bei Thalia in Wilhelmshaven und online erhältlich.

Alina Zacher
Alina Zacher Volontärin, Wilhelmshavener Zeitung
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