Wilhelmshaven - Waltraud Horn, geborene Uhlhorn, die heute vor 90 Jahren das Licht der Welt erblickte, ist eine waschechte Rüstringerin. Mit ihrem zwei Jahre älteren Bruder wuchs sie auf Siebethsburg auf und lebte später mit ihrer Familie nur zwei Straßen weiter.
An ihre Kindheit erinnert sie sich mit gemischten Gefühlen. Fast jede Nacht mussten sie in den Bunker, allerdings ging es nach dem Kriege rasch bergauf. Die Jubilarin war eine gute Leichtathletin, wurde in der Jugendstaffel über 100 Meter zweite Deutsche Meisterin. Nach der Schulzeit war Waltraud Horn bei den Olympia-Werken tätig, wo auch ihr späterer Ehemann Helmut als Maschinenschlosser arbeitete. Kennengelernt haben sich die beiden allerdings beim Tanz im Siebethsburger Hof. Zudem gingen sie auch gern in die Nordseestation. Man lief sich „immer mal wieder über den Weg“, wie ihr Sohn berichtet. 1959 heirateten Waltraud und Helmut Horn, der 2019 verstarb. Er war Fußballer, und der Sport prägte ihr Familienleben.
Waltraud Horn freut es, dass ihr Sohn und die drei Enkel, um die sie sich stets gern kümmerte, alle am Ort leben. In ihrer Freizeit kümmerte sie sich aber nicht nur um ihre Enkel, sondern reiste auch gern durch Deutschland. Den Schwarzwald kennt sie daher in- und auswendig.
Inzwischen genießt sie die Gesellschaft und das Miteinander im Altenpflegeheim „lütt´jes Heim“. Denn im vergangenen Jahr kam die Seniorin mit einem gebrochenen Arm zunächst ins Krankenhaus und danach in die Kurzzeitpflege ins „lütt’jes Heim“. Zu ihrem heutigen Ehrentag, den sie bei ihrem Sohn feiert, sind auch drei langjährige Freundinnen eingeladen.
