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WIRTSCHAFT Tosender Beifall für Vernunftlösung

Wilhelmshaven

/LR

Ein dickes Nikolausgeschenk für die Beschäftigten von Initial Textil Service (ITS): Der Betrieb am Krabbenweg wird nicht geschlossen – Unternehmen und Beschäftigte haben eine neue Perspektive. In einer Urabstimmung haben gestern rund 80 Beschäftigte das Ergebnis eines 18-stündigen Verhandlungsmarathons mit der Geschäftsleitung in Köln gebilligt.

„Unser Kampf hat sich gelohnt!“ Total übernächtigt stand die stellvertretende ITS-Betriebsratsvorsitzende Maria Gania gestern vor der Betriebsversammlung. „Der Betrieb wird nicht geschlossen – wir haben eine Perspektive.“ Die Belegschaft quittierte das mit tosendem Beifall. Daran hatte nach zwei Warnstreiks in den vergangen Tagen niemand mehr geglaubt.

Initial Personalchef Karl Banasek, Betriebsrats-Vorsitzender Karl Weise von Initial Textil Service Wilhelmshaven und Evelyn Gerdes von der IG Metall traten gemeinsam vor die Belegschaft. „Wir konnten in den Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite erreichen, dass der Betrieb in Wilhelmshaven nicht geschlossen wird“, sagte Gerdes.

Die Geschäftsführung von Initial Textil Service hatte sich in den Verhandlungen dazu entschieden, die bereits getroffene Entscheidung, den Betrieb Wilhelmshaven zu schließen, zurückzunehmen. Es gibt damit für 70 Beschäftigte eine Perspektive von mindestens einem Jahr – und darüber hinaus „wenn die Profitabilität des Betriebes wieder in 2007 hergestellt wird". Entsprechend Weichen wollen Geschäftsführung und Betriebsrat mit Unterstützung der IG Metall gemeinsam stellen.

Bis gestern hatten die Arbeitnehmer für einen Sozialtarifvertrag gestreikt, der Modalitäten im Fall der Werksschließung regeln sollte.

Harmut Tammen-Henke, der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Wilhelmshaven, sprach von einer „Vernunftlösung“ und lobte die „betriebspolitische Offensive“ der Belegschaft sowie die „Kooperationsbereitschaft des Managements“.

Die Mitglieder der IG Metall im Wilhelmshavener Betrieb von ITS – der gewerkschaftliche Organisationsgrad liegt nach IG Metall-Angaben bei über 80 Prozent – stimmen am Nachmittag in geheimer Urabstimmung einstimmig für das Verhandlungsergebnis.

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