Wilhelmshaven - Im kommenden Frühsommer ist in Wilhelmshaven eine als „Kulturkolloquium“ bezeichnete zweitägige Veranstaltung geplant, die Handlungsrichtlinien und eine grundlegende Orientierung für die Behandlung aktueller kulturpolitischer Fragestellungen in der Stadt zum Ergebnis haben soll.
Einem entsprechenden Antrag, den Grünen-Ratsherr Werner Biehl vor dem Hintergrund der Debatte um Haushaltseinsparungen einbrachte, ist der Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung bereits einstimmig gefolgt.
An einem solchen Kolloquium, an dem neben der Kommunalpolitik auch Vertreter der Verwaltung und der Wilhelmshaven Tourismus und Freizeit GmbH teilnehmen sollen, wäre ebenfalls das Umland einzubeziehen, betonte Biehl. Dazu gehöre die Zielvorgabe für kulturelle Einrichtungen, sich kooperativ zu zeigen, gegebenenfalls zu Konzentrierung und Fusion bereit zu sein. Andernfalls drohten angesichts der angespannten Finanzlage Streichungen bei den Zuschüssen.
Ausfluss der „Kultur-Klausur“ könne überdies ein in Teilbereichen neues Tourismus- und Kulturkonzept sein.
Wie berichtet, beabsichtigt die Stadt zu prüfen, kulturelle und freizeitbezogene Einrichtungen strategisch neu aufzustellen, umzusiedeln oder zusammenzulegen.
Beträchtliche Rationalisierungseffekte verspricht man sich nach den Worten von Stadtrat Dr. Jens Graul etwa von einem „kompakteren Angebot“, wenn neben dem Rosarium am Neuengrodener Weg auch der Botanische Garten Platz fände. Dessen Baumlehrbereich ließe sich im Stadtpark durchaus neu verwurzeln.
Biehl macht in diesem Zusammenhang den Vorschlag, die Produktionsschule der Berufsbildenden Schule für den Neubau eines Tropenhausbaus einzuspannen. Das dürfte für beide Seiten gewinnbringend und förderlich sein.
