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NWZonline.de Region Wilhelmshaven

Zum 90. Geburtstag ein Blumenbeet

02.03.2009

Morgen wird Loki Schmidt 90 Jahre alt. Um die engagierte Naturschützerin zu ehren, werden bundesweit Loki-Schmidt-Beete angelegt. Auch in Wilhelmshaven.

Von Walburg Dittrich

Wilhelmshaven „Ich wäre gerne Gärtnerin geworden“, hat Hannelore (Loki) Schmidt, Frau des Alt-Bundeskanzlers Helmut Schmidt, bei ihrem Besuch 1994 im hiesigen Botanischen Garten gesagt. Sigrid Heider, damals schon Leiterin des Botanischen Gartens, erinnert sich noch genau an diese „tolle, unkomplizierte Frau“, die die mehrbändige Flora, die ihre Eltern vom ersten ersparten Geld gekauft hatten, heute noch besitzt.

Gärtnerin konnte Loki Schmidt nicht werden – das war damals kein Frauenberuf – sie wurde Lehrerin. Doch ihre Liebe zur Natur, speziell zu den Pflanzen blieb und so gründete sie 1976 – zu der Zeit gab es weder einen Umweltminister noch die Grünen oder Greenpeace – eine Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen – die Loki-Schmidt-Stiftung. Diese fusionierte mit der 1985 gegründeten Stiftung Naturschutz Hamburg und heißt heute offiziell „Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt zum Schutze gefährdeter Pflanzen“, inoffiziell einfach Loki-Schmidt-Stiftung.

Die Stiftung hatte auch die Idee, als spezielles Geburtstagsgeschenk für ihre Namensgeberin, bundesweit zur Gestaltung eines Loki-Schmidt-Beetes aufzurufen. „Diesem Aufruf sind wir gerne gefolgt“, so Sigrid Heider. „Nur zu gut ist uns Frau Schmidt noch als liebenswerte, jung gebliebene alte Dame in Erinnerung.“

Blau und weiß – wie der Himmel über Wilhelmshaven – soll das kreisrunde Beet im Sommer blühen. Zur Woche der Botanischen Gärten Anfang Juni soll es spätestens präsentiert werden.

Im Mittelpunkt der Wild- und Zierblumen soll dann die Gemeine Wegwarte, die Blume des Jahres 2009, stehen. Denn wer Loki Schmidt kennt, weiß, dass sie seit 1980 in jedem Herbst die Blume des Jahres vorstellt. Damit will sie – durch die Blume sozusagen – den Blick der Öffentlichkeit auf seltene Pflanzen lenken, deren Fortbestand gefährdet ist, weil ihre Lebensräume durch Menschen bedroht werden.

Der Lungen-Enzian war die erste Pflanze des Jahres, ihm folgten viele, zumeist unscheinbare Wild-Blumen. Viele dieser Blumen sind in freier Natur sehr selten geworden, wachsen aber noch im Schutz der Botanischen Gärten. Sigrid Heider wird alle Blumen der letzten 30 Jahre vorstellen, die in ihrem Revier wachsen. Dazu sollen Faltblätter gedruckt werden, die dann im Botanischen Garten ausliegen.

Über dieses Engagement des kleinsten Botanischen Gartens Deutschlands, den Loki Schmidt übrigens auch in ihr Grundlagenwerk „Die Botanischen Gärten in Deutschland“ aufgenommen hat, wird sich die Jubilarin, die erst kürzlich zur Ehrenbürgerin Hamburgs ernannt wurde, sicher sehr freuen. Und mit ihr alle Natur- und Blumenfreunde aus der Region.

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