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Tief stehende Sonne bringt Staffel um WM-Gold

02.03.2012

RUHPOLDING Magdalena Neuner schlug entsetzt die Hände vor dem Gesicht zusammen. Hilf- und fassungslos musste der deutsche Biathlon-Superstar auf der Videowand ansehen, wie der in Führung liegende Schlussläufer Arnd Peiffer Schuss um Schuss daneben setzte.

Die WM in Ruhpolding hatte damit direkt zum Auftakt ihr erstes Drama. Zwar gewannen die DSV-Skijäger noch Bronze in der Mixed-Staffel hinter Titelverteidiger Norwegen und dem Überraschungsteam aus Slowenien. Doch vor 26 000 Zuschauern überwog die Trauer um das vergebene Gold.

„Es ist keiner hier, dem das noch nicht passiert ist“, versuchte Rekordweltmeisterin Neuner Peiffer zu trösten. Die 25-Jährige war zusammen mit Andrea Henkel und dem überragenden Andreas Birnbacher zum Ziel geeilt und hatte Peiffer in den Arm genommen. „Super, Arnd, wir haben Bronze gewonnen“, hatten sie ihm zugerufen.

Doch der Pechvogel schüttelte völlig enttäuscht mit dem Kopf. „Ich habe nichts gesehen, die Schüsse waren reines Glück. Ich hätte auch fünf Fehler schießen können. Die Sonne schien genau in mein Visier“, sagte Peiffer.

Auch Bundestrainer Uwe Müssiggang war kurzzeitig die Enttäuschung anzusehen. „Wenn man schon eine Minute vorn ist, dann hofft man natürlich schon auf Gold“, sagte Müssiggang: „Aber wir sind auch so sehr zufrieden mit der Medaille.“

Gold ging erst am grünen Tisch an Norwegen, nachdem Slowenien als erstes Team über die Ziellinie gelaufen war. Tora Berger, Synnoeve Solemdal, Ole Einar Björndalen und Emil Hegle Svendsen siegten, weil ein Treffer von Rekordweltmeister Björndalen, der sein 17. Gold gewann, nicht angezeigt worden war. Die Skandinavier protestierten und bekamen eine Zeitgutschrift von 28,4 Sekunden.

Nach einer durchwachsenen Leistung von Henkel („Drei Nachlader waren unnötig“), startete Neuner die erwartete Aufholjagd, musste aber insgesamt auch dreimal nachladen. Eine überragende Vorstellung zeigte Birnbacher. Der 30-Jährige aus Schleching schoss schnell und fehlerfrei.

Sprintweltmeister Peiffer musste bereits im Liegendschießen einmal nachladen und war im Stehendanschlag völlig von der Rolle. Slowenien übernahm Platz eins, Peiffer musste auch noch Olympiasieger Svendsen passieren lassen. „Ich wusste von der Zeitgutschrift, deshalb hatte ich keine Eile“, sagte der Niedersachse.

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