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Langlauf: Von der Uni zurück in die Loipe

28.11.2013

Kuusamo Mit einem strahlenden Lachen hatte Claudia Nystad 2010 die internationale Langlauf-Bühne verlassen – mit einem Olympiasieg im Teamsprint und der Silbermedaille in der Staffel. Mit einem strahlenden Lachen kehrt sie in dieser Woche in die Weltcup-Loipen zurück. So, als wäre sie nie weggewesen. Und doch hat sich die blonde Sächsin verändert. Den Leistungssport sieht die 35-Jährige nicht mehr als Lebensaufgabe, sondern als Mission. Und die heißt: Olympia-Teilnahme in Sotschi und WM-Start 2015 in Falun.

„Es ist eine Riesen-Herausforderung für mich, mein Umfeld, meinen Körper, für alles“, sagte Nystad vor den Rennen im finnischen Kuusamo ab Freitag: „Ich wollte den Wettkampf noch mal annehmen, ob man es schaffen kann als jemand, der drei Jahre lang aufgehört hat. Mit ganz viel Willen, ganz viel Training, ganz viel Wissen.“

2010 war Nystad nach den Spielen in Vancouver auf ihrem Höhepunkt abgetreten. Mit Evi Sachenbacher-Stehle holte sie Gold im Teamsprint, ihr zweites nach dem Staffel-Triumph 2002, als Schlussläuferin mit dem Mädchennamen Künzel. Staffel-Silber gab es zudem in Vancouver – Nystad verabschiedete sich als erfolgreichste deutsche Langläuferin der Geschichte in den Ruhestand.

Drei Winter und ein abgeschlossenes Studium der Wirtschaftsinformatik später hatte Nystad genug von der Frührente. „Mir tat das im Herzen weh, wenn ich die Leute habe laufen sehen“, sagte Nystad: „Dann habe ich gedacht, ich frag mal, ob das überhaupt möglich wäre. Ich bin ja schon 34. Die sagten: ’Das wäre super toll.’ Dann war das ein Selbstläufer.“

Die Form war schnell wieder da: Beim Ski-Marathon im niederbayerischen Bodenmais gewann Nystad im März gleich zwei Rennen. In der Vorbereitung rannte sie einen Halbmarathon in 1:20:38 Stunden – lag damit unter den deutschen Top 50 des Jahres 2013. „Früher war ich im Sommer immer schlecht. Jetzt sieht es ganz gut aus. Das gibt mir Mut und Ruhe“, sagte Nystad. Zuversicht gab auch der Vergleich mit Marit Björgen, der derzeit weltweit stärksten Langläuferin: „Ich war im Sommer bei einem Wettkampf in Norwegen, da war ich nicht so weit weg von ihr, wie ich dachte.“

Bundestrainer Frank Ullrich dürfte derweil wohlwollend zur Kenntnis genommen haben, dass das Comeback nicht auf kurze Sicht angelegt ist. „Ich habe bis 37 geplant. Wenn alles klappt, möchte ich die WM 2015 in Falun noch dranhängen“, sagte Nystad. Doch erstmal steht die Qualifikation für Sotschi im Mittelpunkt, der Traum von den vierten Winterspielen.

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