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TRAUER: Bewegender Abschied von Trainer-Legende

09.01.2008

SUHL In einer bewegenden Trauerfeier haben über 1000 Gäste aus Familie, Sport und Politik Abschied von „Goldschmied“ Reinhard Heß genommen. Im Congresszentrum Suhl geleitete die komplette Riege seiner einstigen Schützlinge von Jens Weißflog über Dieter Thoma bis hin zu Martin Schmitt und Sven Hannawald den an Heiligabend im Alter von 62 Jahren gestorbenen Skisprung-Bundestrainer auf seinem letzten Weg.

„Wir verneigen uns vor Reinhard in tiefer Achtung als Mensch und in tiefer Achtung vor einem Skisprung-Trainer, der bereits zu Lebzeiten eine Legende war“, sagte Trauerrednerin Sabine Reuß, Vizepräsidentin des Deutschen Skiverbandes (DSV). Mit 19 Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften unter seiner Führung habe er das Skispringen in Deutschland in eine neue Zeitrechnung geführt.

„Er war der Mann mit dem schwarzen Basecap, der mit der schwarz-rot-goldenen Fahne auf den Schanzenturm stand“, beschrieb Reuß: „Ein kantiger Typ, der aneckte und niemals den Rücken verbog.“ Gerade deshalb und weil er alle Trainerkollegen auf seinem Weg mitgenommen habe, habe er solchen Erfolg gehabt – als Nationaltrainer der DDR, für die er 1989 nur ein Jahr nach seinem Amtsantritt Weißflog zum WM-Titel führte, und als Bundestrainer von 1993 bis 2003. Besonders in Erinnerung bleiben die zwei Goldmedaillen bei Olympia 1994 in Lillehammer und der Grand-Slam-Triumph von Hannawald bei der Vierschanzentournee 2002 mit der Verneigung von Heß im Schanzenauslauf.

„Er war der erfolgreichste Trainer, unter dem ich gearbeitet habe“, meinte Hannawald. Jens Weißflog lobte „einen einmaligen Trainer und Menschen“. Das Skisprung-Nationalteam um Bundestrainer Peter Rohwein war ebenso angereist wie Walter Hofer, Skisprung-Chef des Weltverbandes FIS oder sein einstiger Co-Trainer und Bundestrainer-Nachfolger Wolfgang Steiert, mit dem sich Heß nach seinem nicht ganz freiwilligen Rücktritt noch ausgesöhnt hatte.

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