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Autobranche Mercedes verdient dank höherer Preise mehr

Der Mercedes-Vorstandsvorsitzende Ola Källenius bei der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart.

Der Mercedes-Vorstandsvorsitzende Ola Källenius bei der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart.

Christoph Schmidt/dpa

Stuttgart (dpa) - Mercedes-Benz blickt nach einem starken Jahr betont vorsichtig auf 2023. Konzernchef Ola Källenius stellte am Freitag weniger Gewinn in den wichtigsten Bereichen in Aussicht, obwohl die Zahl der verkauften Autos und der Umsatz ähnlich hoch ausfallen sollen. Den Aktionären hatte Mercedes am Vorabend bereits einen milliardenschweren Aktienrückkauf angekündigt, und mit der Dividende ging das Unternehmen auch etwas über die Erwartungen von Experten hinaus. Die Aktie gewann an der Frankfurter Börse mehr als zwei Prozent.

Zwar rechnet das Stuttgarter Unternehmen mit etwas höheren Preisen. Das Gebrauchtwagengeschäft wird hingegen unter dem Vorjahr erwartet. Die Prognosen insgesamt seien mit einer außergewöhnlichen Unsicherheit behaftet, teilte Mercedes mit. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern werde wohl leicht sinken - das bedeutet in der Sprachregelung des Unternehmens einen Rückgang zwischen 5 und 15 Prozent. Neben weniger Schub von Gebrauchtwagen dürften auch höhere Kosten für Kreditausfälle den Gewinn schmälern.

Umsatz im vergangenen Jahr auf 150 Milliarden Euro gesteigert

«Auch wenn wir makroökonomische und geopolitische Ereignisse nicht kontrollieren können, ist das Geschäftsjahr 2022 ein Beleg dafür, dass die strategische Ausrichtung stimmt», sagte Källenius. Im vergangenen Jahr machte Mercedes dank der Luxusausrichtung und Preiserhöhungen deutlich mehr Gewinn. Das Konzernergebnis lag bei 14,8 Milliarden Euro. Das war ein Drittel mehr als im Vorjahr, wenn nur die fortgeführten Geschäfte betrachtet werden. Ein milliardenschwerer Sonderertrag wegen der Abspaltung des Lastwagen-Geschäfts von Daimler Truck hatte den Konzerngewinn 2021 unter dem Strich auf über 23 Milliarden Euro hochgetrieben.

Den Umsatz steigerte Mercedes im vergangenen Jahr um 12 Prozent auf 150 Milliarden Euro. Das Unternehmen lieferte zwar etwas weniger Autos an Endkunden, aber mehr Wagen im Großhandel aus. Vor allem zog der Verkauf von Topmodellen wie der S-Klasse, der Tuning-Tochter AMG und der Luxusmarke Maybach an, die mehr Gewinn abwerfen. Bei den besonders teuren Autos soll es auch in diesem Jahr leicht aufwärtsgehen. Von den vollelektrischen Modellen sollen etwa doppelt so viele abgesetzt werden wie im Vorjahr.

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