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Wohnungsmarkt Ifo: Experten erwarten weltweit steigende Immobilienpreise

Mehrfamilienhäuser entstehen in Kronsrode bei Hannover: Immobilien werden noch einmal teurer.

Mehrfamilienhäuser entstehen in Kronsrode bei Hannover: Immobilien werden noch einmal teurer.

Julian Stratenschulte/dpa

München/Luzern (dpa) - Fachleute rechnen einer Umfrage zufolge weltweit mit kräftig steigenden Immobilienpreisen. Sie dürften in den nächsten zehn Jahren im Mittel um jährlich 9 Prozent zulegen, wie das Ifo-Institut und das Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik am Montag mitteilten. Für Deutschland werden demnach 7,2 Prozent erwartet, für Österreich 6,9 Prozent und für die Schweiz 4,8 Prozent.

International sind die erwarteten Preiszuwächse laut Studie sehr unterschiedlich. In Westeuropa und Nordamerika liegen die erwarteten Steigerungsraten mit 6,4 Prozent und 7,7 Prozent unter dem globalen Schnitt. In Süd- und Osteuropa liegen sie mit 18,4 und 14,9 Prozent deutlich darüber. Besonders hoch sind die Preiserwartungen für Süd- (25,1 Prozent) und Westasien (22,4) sowie für Mittelamerika (24,4).

Begrenzte Produktionskapazitäten

«Die Steigerung der Immobilienpreise wird dabei eher von Nachfrage- als von Angebotsfaktoren getrieben», sagte Ifo-Forscher Timo Wochner. 37 Prozent der Befragten nannten Gründe wie einen gestiegenen Lebensstandard und höhere Einkommen, aber auch den Wunsch nach mehr Wohnfläche und das Bevölkerungswachstum. Auch die Tendenz zu mehr Homeoffice spiele eine Rolle.

«Angebotsfaktoren wie begrenzte Produktionskapazitäten, höhere Preise für Baumaterialien und ein Mangel an Baugrund sind für 27 Prozent der Expertinnen und Experten für steigende Immobilienpreise verantwortlich», sagt Wochner weiter. Die Geldpolitik, die Inflation und die Regierungspolitik werden ferner von 12 Prozent der Befragten als Treiber der Preisanstiege von Immobilien genannt.

Die Angaben sind nicht inflationsbereinigt. Die realen Steigerungen der Immobilienpreise dürften geringer ausfallen, so das Ifo. An der Umfrage nahmen von Mitte Juni bis Anfang Juli rund 1400 Wirtschaftsexpertinnen und -experten aus 133 Ländern teil.

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