Im Nordwesten - Zu weiteren Streiks im Öffentlichen Dienst der Länder (TdL) kommt es an diesem Montag, 27. November, im Weser-Ems-Gebiet. Das geht aus einer aktuellen Mitteilung der Gewerkschaft Verdi hervor. Grund dafür ist die Tarif- und Besoldungsrunde der Länder.
Wut auf Arbeitgeber
Seit Monaten kommt es daher immer wieder zu Streiks und Demonstrationen, Ziel ist es, dass die Arbeitnehmer in Branchen im öffentlichen Dienst der Länder eine Einkommenserhöhung von 10,5 Prozent – mindestens aber 500 Euro – erhalten. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen, berichtet Verdi. „Nach der ersten erfolgreichen Warnstreikrunde“ soll nun ein weiteres „deutliches Zeichen“ Richtung Arbeitgeber gesetzt werden.
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Daher ruft Verdi in der Region Weser-Ems die Beschäftigten von Landesämtern, Hochschulen, Niedersachsen Ports, des Oldenburgischen Staatstheaters, der Straßenbauverwaltung, des NLWKN sowie anderen Stellen zu ganztägigen Aktionen auf. Eine Kundgebung findet an diesem Montag um 11 Uhr in Emden vor der Hochschule Emden-Leer statt. Von da aus geht der Demonstrationszug weiter bis zur Großen Seeschleuse.
Treffpunkt ist der Parkplatz Teutonenstraße vor der Hochschule Emden-Leer. Gegen 13 Uhr soll es eine Abschlusskundgebung und Streikversammlung geben. Zielort hier: Zum Lotsenhaus.
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Grund für die Aktionen sei Wut über die Äußerungen der Arbeitgeber in der Tarifgemeinschaft der Länder. Die Arbeitgeberseite hatte betont, nicht für auskömmliche Löhne zuständig zu sein und stattdessen auf die Möglichkeiten von Wohngeld verwiesen.
„Es kann doch nicht sein, dass Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes, die während Corona, während des Ukraine-Krieges, im Klimawandel den Laden weiterhin am Laufen halten, so vor den Kopf gestoßen werden. Anstatt den Weg zur Wohngeldbeantragung zu weisen, sollten die Arbeitgeber endlich ein vernünftiges Angebot vorlegen“, sagt Heike Boldt, Gewerkschaftssekretärin bei Verdi.
Boldt appellierte außerdem, dass der Öffentliche Dienst der Länder abgehängt würde, sollte kein angemessenes Gehalt gezahlt werden.
Auch für Beamte
Unter anderem fordert Verdi auch, dass Nachwuchskräfte 200 Euro monatlich mehr erhalten und Auszubildende unbefristet übernommen werden. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 7. und 8. Dezember geplant. Das Ergebnis soll auch auf Beamte übertragen werden, die für ihre Besoldung nicht streiken dürfen.
