Apen/Westerstede - Lean-Management: Darunter versteht man Methoden zur effizienten Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette. Sie standen jetzt im Mittelpunkt der 21. Ammerländer Wirtschaftsrunde. Landrat Jörg Bensberg begrüßte dazu etwa 100 Vertreter der Ammerländer Wirtschaft in den Räumen der Firma AMF-Bruns in Apen.

Bevor die Teilnehmer sich bei einer Betriebsführung von der Prozessoptimierung der Firma einen Eindruck verschaffen konnten, stellte Geschäftsführer Jan Woltermann Möglichkeiten zur Wirtschaftlichkeitssteigerung dar. Unterstützt wurde der Vortrag durch den Projektleiter Veränderungsmanagement, Sebastian Seger, der anhand von Praxisbeispielen Veränderungen in den vergangenen Jahren aufzeigte.

„AMF-Bruns geht seit mehreren Jahren diesen Weg sehr erfolgreich, um sich im weltweiten Wettbewerb zu behaupten“, so Woltermann. „Durch das Lean-Management werden Produktionsprozesse verbessert, Lagerkosten minimiert sowie die Produktqualität erhöht. In vielen Bereichen wurden so auch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter umgestaltet und verbessert. Das stärkt die Zufriedenheit.“

Ebenfalls zum Thema Lean-Management referierte Harald Borchers, Geschäftsführer der Firma Georg Borchers GmbH aus Augustfehn. Im Zusammenhang mit der betrieblichen Erweiterung des Familienunternehmens wurde die Lagerhaltung optimiert.

Landrat Bensberg führte in seiner Rede aus, dass es besonders die mittelständischen Familienbetriebe seien, die die Wirtschaft in der Region so stark machten. Mit dem Hinweis auf das gute Abschneiden des Ammerlandes im „Zukunftsatlas 2013“ des Forschungsinstitutes Prognos warnte er jedoch davor, sich mit dem Erreichten zufriedenzugeben. „Es ist geplant, das erfolgreiche Förderprogramm des Landkreises fortzuführen. Ich bin mir sicher, dass der Kreistag die Förderrichtlinie des Landkreises und der sechs Gemeinden beschließen wird und wir weiterhin Zuschüsse für Investitionsvorhaben von Existenzgründern und kleinen und mittleren Unternehmen vergeben können.“


Mit dem auslaufenden Programm wurden seit 2008 bislang 280 Einzelvorhaben unterstützt und rund 700 Arbeitsplätze – darunter 130 Ausbildungsplätze – geschaffen.