Cloppenburg - 4000 Besucher am Freitag bei Pur und 6000 Fans am Sonnabend bei Ina Müller: „Wir haben unsere geplanten Zahlen erreicht und sind damit sehr zufrieden“, zog Günther Rump, Chef der veranstalteten Stadthallenbetriebs GmbH, am Montag ein positives Fazit zum Open-Air-Wochenende auf dem Cloppenburger Marktplatz (die NWZ  berichtete).

Die 10 000 Fans waren Balsam auf die Seelen der Veranstalter. 2011 hatten lediglich 2500 Menschen James Blunt und 3000 Comedy-Freunde Atze Schröder sehen wollen. „Gerade von James Blunt hatten wir uns mehr erhofft“, so Rump. Man habe aber mittlerweile gelernt, dass man – auch auf dem Lande – bekannte Künstler verpflichten müsse.

Stichwort Verpflichtung: 2012 machte das Open-Air Pause: „Es hatte schlicht das passende Angebot gefehlt“, erklärte Stadthallen-Mitarbeiter Alfons Lücking.

Für das kommende Jahr befinden sich Rump und Lücking bereits in den Vorbereitungen. „Wir wollen einen deutschen und internationalen Beitrag präsentieren“, erklärte Rump. Namen könne er freilich noch nicht nennen, schließlich seien noch keine Verträge unterschrieben.

Darüber hinaus soll im kommenden Jahr die Eingangssituation verändert werden – am Wochenende hatten sich bei beiden Konzerten lange Schlangen gebildet. „Wir haben mit der neuen baulichen Situation am Marktplatz die Möglichkeit, den Eingang wesentlich breiter zu machen“, freut sich Rump. Und auch das gastronomische Angebot solle verbessert werden. Man wolle sich nicht mehr nur auf Bier und Wasser sowie Pommes und Bratwurst beschränken.


Wie in diesem Jahr – so Rump – solle auch 2014 mit dem Open-Air-Wochenende Werbung für Cloppenburg auch über die Kreisgrenzen hinaus gemacht werden. „Und wir freuen uns, dass auch die Hotellerie, das Taxigewerbe, die Gastronomie und die Geschäfte von den beiden Veranstaltungen profitieren konnten“, meinte der Stadthallen-Manager abschließend.

Weitgehend problemlos war das Wochenende auch für die Rettungskräfte gelaufen. 50 Helfer aus den DRK-Bereitschaften Markhausen, Friesoythe, Garrel, Cloppenburg, Sedelsberg, Molbergen und Lastrup mussten bei Pur gar nicht eingreifen. Lediglich bei Ina Müller hatten die Witterungsverhältnisse für Kreislaufprobleme bei vier Konzertbesuchern geführt.

Nichts zu tun gab es an den beiden Tagen für die Freiwillige Feuerwehr Cloppenburg. „Wir haben uns lediglich davon überzeugt, ob in den Verkaufsständen ausreichend Feuerlöscher zur Verfügung stehen“, erklärte ein Feuerwehrmann.

Für schweißnasse Hände bei den Verantwortlichen hatte lediglich der verspätete Linienflug von Stuttgart nach Bremen am Freitag gesorgt – an Bord befand sich die Gruppe Pur. Dass die Band doch noch pünktlich zum Auftritt in Cloppenburg erschien, verdankte sie einer Polizeieskorte, die ihre drei Limousinen schnell nach Cloppenburg begleitet hatte.

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland