Berlin - Sicherheitsleute und Zugbegleiter der Deutschen Bahn werden nach einer internen Übersicht häufiger körperlich attackiert. Im vergangenen Jahr zählte das Unternehmen 1200 Fälle von Körperverletzung gegen Bahnangestellte, 200 mehr als 2012, teilte ein Sprecher am Montag mit.

Ob es tatsächlich mehr Übergriffe gegen Bahnpersonal gab, ist aber nicht klar. Denn die Bahn habe ihre Leute verstärkt aufgefordert, alle relevanten Fälle anzuzeigen, sagte der Sprecher. „Das sind keine Kavaliersdelikte“, fügte er hinzu. Außerdem würden Sicherheitskräfte gezielter an Brennpunkten eingesetzt, etwa zur Überwachung des Partyverkehrs am Freitag- und Sonnabendabend auf größeren Bahnhöfen. Dort sei die Wahrscheinlichkeit von Konflikten höher.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat beobachtet, dass „die Fahrgäste aggressiver werden“. „Wo früher gepöbelt wurde, wird jetzt gespuckt. Wo früher gespuckt wurde, wird jetzt gerempelt und auch mal zugeschlagen“, berichtete EVG-Sprecher Uwe Reitz über die zahlreichen Erfahrungen der Eisenbahner.