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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Versteckte Risiken: 13 europäische Großbanken bestehen Stresstest nicht

27.10.2014

Frankfurt /London 13 der insgesamt 130 europäischen Großbanken sind beim Stresstest der Europäischen Zentralbank durchgefallen. Sie hätten Kapitallücken von insgesamt rund zehn Milliarden Euro und müssten diese binnen neun Monaten schließen, teilte die EZB am Sonntag in Frankfurt mit.

Ursprünglich hatten 25 Banken die Vorgaben nicht erfüllt, darunter auch als einziges deutsches Institut die Münchener Hypothekenbank, wie die Finanzaufsicht BaFin und die Bundesbank in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten. Sie und weitere elf Großbanken haben seit dem Stichtag 31. Dezember 2013 den Angaben zufolge aber ihr Kernkapital auf die erforderliche Höhe aufgestockt.

Mit dem Stresstest wollte die EZB vor Übernahme der Aufsicht über Europas Banken Anfang November sichergehen, dass in den Bilanzen der 130 größten Geldhäuser keine versteckten Risiken schlummern und sie künftige Krisen überstehen können.

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Die 13 Geldhäuser haben nun zwei Wochen Zeit, um der EZB mitzuteilen, wie sie die Kapitallücken schließen wollen. Anschließend müssen sie dies in den folgenden sechs bis neun Monaten über die Bühne bringen, etwa über die Ausgabe neuer Aktien. Sind die Bilanzprobleme zu groß oder scheitert eine Kapitalerhöhung, müssen die betroffenen Banken restrukturiert oder verkauft werden. Damit will die EZB auch die sogenannten Zombie-Banken abwickeln, die wegen ihrer Risiken keine neuen Kredite mehr vergeben können und bisher eher dank der Toleranz nationaler Bankenaufsichten weiterbestehen.

Neben den Bilanzen der 130 Großbanken klopfte die EZB deren Widerstandskraft bei künftigen Krisen ab. Dafür simulierte sie ein auf drei Jahre angelegtes Szenario sinkenden Wirtschaftswachstums, abstürzender Aktienkurse, steigender Zahlungsausfälle bei Krediten und Währungsturbulenzen. Die Institute mussten diese angenommene schwierige Zeit mit einer Mindestkapitalrücklage von 5,5 Prozent der ausgegebenen Kreditsummer bestehen, um den Stresstest zu schaffen.

Beim Bilanztest achtete die EZB zusätzlich auf die realistische Bewertung der Vermögenswerte wie Aktien oder Immobilien. Dabei galt es, eine Mindestkapitalrücklage von acht Prozent aufzuweisen. Bei dieser Kennzahl gilt: Je größer sie ist, desto mehr Polster haben die Banken, um Krisen abfangen zu können.

Die EZB übernimmt am 4. November die Aufsicht über die größten europäischen Institute, um Bankenkollapse wie während der Finanzkrise geschehen zu vermeiden. Die bisherigen Bankenaufsichten der einzelnen Ländern werden weiter die kleinen Banken kontrollieren. Insgesamt waren für den Bankencheck mehr als 6000 Experten für die EZB im Einsatz.

Der europäische Bankensektor soll aus dem Test insgesamt gestärkt hervorgehen, nachdem frühere Checks Bankenkrisen nicht vermeiden konnten. Ziel ist es, dass die Banken tatsächlich auch Kredite vergeben können, um das Wachstums in der EU wieder anzukurbeln. Dieses lag zum Ende des zweiten Quartals bei Null, während die Arbeitslosigkeit 11,5 Prozent betrug.

Diese 25 Banken haben die Anforderungen der EZB nicht erfüllt

Deutschland: Münchener Hypothekenbank

Österreich: Österreichischer Volksbanken-Verbund

Belgien: Axa Bank Europe, Dexia

Zypern: Bank of Cyprus, Cooperative Central Bank, Hellenic Bank

Spanien: Liberbank

Frankreich: C.R.H. Caisse des Refinancement de l’Habitat

Griechenland: Eurobank, National Bank of Greece, Piräus Bank

Irland: Permanent tsb

Italien: Monte dei Paschi di Siena, Banca Carige, Veneto Banca, Banco Popolare, Banca Popolare di Milano, Banca Popolare di Vicenza, Credito Valtellinese, Banca Popolare di Sondrio, Banca Popolare dell’Emilia Romagna

Portugal : Banco Comercial Portugues

Slowenien: Nova Kreditna Banka Maribor, Nova Ljubljanska banka

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