Lastrup - Zu einer revierübergreifenden Taubenjagd hatte der Hegering Lastrup am vergangenen Sonnabend alle Jäger eingeladen. 130 Waidmänner beteiligten sich an dieser Aktion, in diesem Jahr organisiert vom Revier Hammel-Oldendorf, deren Erlös einem sozialen Projekt zugute kommt. Nach dem Ende der Jagdsaison für Niederwild am 15. Januar sei die Jagd auf Tauben zum einen ein guter Übergang, informierte Hegeringleiter Bernd Böckmann seine Jagdgenossen, da diese Vögel je nach Taubenart mindestens bis in den Februar hinein gejagt werden dürfen.

Doch nicht nur aus waidmännischer Leidenschaft schießen die Jäger nicht nur in Lastrup auf Tauben, sondern vor allem auch, um eine Plage zu bekämpfen: Es gebe immer mehr von ihnen, betont Böckmann. Zahlreiche Landwirte oder Gärtner haben mit ihnen zu kämpfen. Die Tauben fressen Raps, Getreide, Gemüse und vernichten Gartenkulturen. Es sei keine Seltenheit, dass Flüge mit mehreren hundert Tieren beobachtet werden.

„Jeder kann sich ausrechnen, was passiert, wenn so ein Flug geschlossen auf einem Feld landet“, erläutert der Hegeringsleiter. „Dann bleibt vom Getreide nicht mehr viel übrig.“ Besonders im August beim Einbringen der Ernte hätten viele Landwirte Probleme damit, der Plage Herr zu werden.

Gleichwohl hüten sich die Jäger davor, Tauben zu verteufeln. Es müsse nur ein ausgewogenes Verhältnis in der Natur hergestellt werden. Insgesamt 430 Tauben konnten die Lastruper Jäger am Sonnabend erlegen.

Bei anbrechender Dunkelheit sammelten sich die Jäger beim Dorfgemeinschaftshaus Schnelten zum Legen und Verblasen der Strecke. Beim anschließenden Schüsseltreiben wurde Günter Westerhoff aus Hamstrup als diesjähriger Taubenkönig geehrt. Die Jagdhornbläser des Hegerings lockerten den Abend mit ihren Signalen auf.