Berlin - Geheime Daten aus einer anonymen Quelle bringen Licht ins Dunkel der Steueroasen: 2,5 Millionen Dokumente, die Medien in 46 Ländern zugespielt wurden, zeigen, wie Briefkastenfirmen und sogenannte Trusts genutzt werden, um große Privatvermögen vor dem Fiskus zu verstecken und zweifelhafte Geschäfte zu verschleiern.
In dem Datensatz, der einen Umfang von 260 Gigabyte haben soll, werden den Berichten von „Süddeutscher Zeitung“ und NDR zufolge 130 000 Steuerflüchtlinge aus mehr als 170 Ländern aufgelistet. Darunter seien Oligarchen, Waffenhändler und Finanzjongleure.
In den Dokumenten sollen auch Hunderte deutsche Fälle zu finden sein. Die Bundesregierung machte sich am Donnerstag deshalb dafür stark, dass die beteiligten Medien ihre Informationen an die Steuerfahnder weitergeben. Um wie viel mögliches Schwarzgeld es in den Dokumenten konkret geht, blieb zunächst offen.
