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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

TRADE: 14 Stunden täglich die Börsen im Blick

09.05.2006

OLDENBURG Der Kurs hat sich seit dem Börsengang nahezu verdoppelt. Und die Firma bietet eine gute Dividendenrendite.

Von Klaus-Peter Jordan OLDENBURG - Aktiengesellschaften sind im Oldenburger Land keine ganz seltene Spezies. Sucht man sie allerdings an der Börse, so braucht man zum Zählen nur die Finger einer Hand. Oldenburgische Landesbank AG (OLB) oder CeWe Color AG sind noch einem breiteren Publikum bekannt. Die Oldenburger Trade & Value AG hingegen kennen nur Insider – und natürlich deren Aktionäre. Seit ihrem Börsendebüt im August 2004 (im Freiverkehr an der Hanseatischen Wertpapierbörse in Hamburg) gehört sie zum erlauchten Kreis der gut 800 deutschen AGs, die an Börsen gehandelt werden.

Die Trade & Value AG ist untrennbar verbunden mit dem Namen Oliver Dornisch. Der 37-Jährige ist ihr Gründer und ihr Vorstandsvorsitzender. Mitarbeiter: Fehlanzeige. Das Geschäft wird von der Dornisch Research AG (Chef: Oliver Dornisch) „besorgt“. Aber auch die kommt mit acht Leuten aus.

Unternehmenszweck von Trade & Value: Geld anlegen – 2005 insgesamt 43,7 Millionen Euro – und daraus möglichst viel Gewinn zu machen (2005 gut eine Million Euro). Das Unternehmen ist eine Beteiligungsgesellschaft. „Unsere zweigleisige Unternehmensphilosophie ist am Unternehmensnamen abzulesen“, erklärt Dornisch. Im Segment „Trading“ versucht der gelernte Bankkaufmann, kleinste Schwankungen bei Aktien, Zertifikaten oder auch Rohstoffen auszunutzen. Oft werden Positionen nur wenige Minuten gehalten. „Dazu gehört natürlich, dass man von morgens 6 Uhr bis abends 20 Uhr am Schirm hängt“, so Dornisch.

Sein „Handelsraum“ ist eine kleine Wohnung in der Oldenburger Amalienstraße. „Ich bin ein News-Junkie. Ich sauge Nachrichten auf und mache mir daraus ein Gesamtbild.“

Und auf das Ergebnis seines „Tradings“ ist Dornisch sichtlich stolz: Seit Januar 2002 gab es nur drei Monate, in denen sein Trading-Saldo nicht positiv war.

Zweites Standbein des Unternehmens ist die langfristige Anlage, wofür im Namen das „Value“ steht. Seinen Anlageansatz beschreibt der gebürtige Franke so: „Wir suchen im Bereich deutscher Nebenwerte Aktien, die unter ihrem Cash- oder Buchwert stehen und/oder ein günstiges Kurs-Gewinn-Verhältnis haben oder eine attraktive Dividendenrendite aufweisen.“ Dazu habe man in den letzten beiden Jahren frühzeitig auf die steigenden Edelmetall- und Rohstoffpreise gesetzt. 2005 betrug das Verhältnis langfristiger Wertpapieranlagen zu kurzfristigen Anlagen etwa 60 zu 40.

Keimzelle der heutigen Trade & Value AG war ein kleiner Aktienclub in Süddeutschland, den Dornisch 1996 mit 30 anderen gründete. Im Jahr 2000 bekam man Kontakt zum Oldenburger Wirtschaftsdienst Loys und agierte unter deren Dach als Investmentclub. Die Börsenbaisse und die Terroranschläge vom 11. September 2001 trafen den Investmentclub mit voller Wucht. Die Mitglieder zogen massiv Geld ab; Anlagen mussten zu niedrigsten Preisen liquidiert werden. Vorläufiges Ende: Im Dezember 2001 wurde die damalige Gesellschaft bürgerlichen Rechts aufgelöst. Die noch vorhandenen Vermögenswerte wurden in einen Aktienmantel eingebracht: die Trade & Value AG.

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Dass die in Oldenburg firmiert, sei mehr situationsbedingter Zufall als strategische Entscheidung gewesen, sagt Dornisch. Inzwischen hat der Schwabe aber auch die Lebensqualität des Nordens schätzen gelernt und will nicht mehr weg. Auch wenn viele seiner Aktionäre noch in Süddeutschland sitzen. Und so findet die Hauptversammlung denn auch in Herrenberg bei Stuttgart statt. Dort konnten sich die Anteilseigner kürzlich über einen sehr guten Geschäftsverlauf 2005 freuen. Die Erträge stiegen um mehr als 100 Prozent.

Bei einer Dividende von einem Euro rentiert sich die Aktie mit etwa 6,5 Prozent. Und so nebenbei hat sich der Kurs des Papiers seit dem Börsengang im Sommer 2004 nahezu verdoppelt.

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