Apen - Gemeinsam haben sich Jäger und Landwirte aus der Gemeinde Apen für ein gesundes Ökosystem eingesetzt und mit der Teilnahme am Blühstreifen-Programm beste Bedingungen für Insekten geschaffen.

Wie der Leiter des Hegerings Apen, Eilert Müller, betonte, seien diesmal alle zwölf Reviere beteiligt gewesen. Besonders groß sei auch die Resonanz der Landwirte gewesen, die trotz der derzeit hohen Pachtpreise nicht nur ihre Flächen kostenlos zur Verfügung gestellt, sondern auch für Herrichtung, Düngung und Einsaat gesorgt hätten. 200 Kilogramm Saatgut habe die Jägerschaft Ammerland bereitgestellt.

Besonders einfallsreich sei ein Landwirt im Revier Vreschen-Bokel gewesen, betonte Müller. Dieser habe bei mehreren Feldern „die Ecken abgerundet“ und Blühstreifen angelegt. Auf diese Weise sei eine sehr gute Vernetzung der Flächen erreicht worden, stellte der Hegeringsleiter fest.

Wie Untersuchungen gezeigt haben, siedeln sich dort viele unterschiedliche Arten von Insekten und Kerbtieren an. Da auch Imker an der Zusammensetzung der Saatgutmischung beteiligt waren, kommt die Blütenvielfalt den Bienenvölkern zugute. Aber auch Singvögel, Wild und viele weitere Tiere finden dort beste Lebensbedingungen vor. Wie Müller betonte, sei das umso wichtiger, da sich durch immer intensivere Landwirtschaft Feld und Flur verändert hätten.