Wildeshausen/Busch - Die Zahl der Weißfische in vielen Gewässern in Wildeshausen und Dötlingen ist zuletzt rasant gestiegen. Ein Grund dafür sind unter anderem eingeschwemmte Nährstoffe. Die Folgen: Viele Brutfische vertilgen mit Vorliebe das winzige Plankton. Irgendwann finden die Fische aber kaum noch Nahrung und bleiben unnatürlich klein, der Bestand „verbuttet”. Wegen des fehlenden Planktons kommt es im Sommer dann häufig zu starker Algenbildung – die Wasserqualität sinkt rapide, so der Fischereiverein.
Um die viel zu großen Schwärme der Rotaugen, Rotfedern, Brassen, Güstern und Ukelei zu reduzieren, lädt der Verein, der auch viele Mitglieder aus der Gemeinde Dötlingen hat, seine Mitglieder alljährlich zum Hegeangeln ein. Das vereinsinterne Schonmaß von 15 Zentimetern für diese Fischarten wird dabei aufgehoben. Insgesamt brachten die 30 Petrijünger 1937 Fische mit einem Gesamtgewicht von 35,2 Kilogramm zur Waage. Erfolgreichster Angler war Heiko Bitter, der im „Thees Pott/Brinkmanns Altarm” 183 Fische (1787 Gramm) fing. Dahinter folgten Marco Kuhn (176/2450) und Ralf Gottwald (126/2163). Viele kleine Weißfische gibt es auch in den Rosengarten-Altarmen sowie im Moormarsch-Pott. Hier waren Tobias Siemer (128/1838), Sebastian Bitter (81/1340) und Ralf Siemer (63/1163) besonders fleißig. Deutlich höher waren die Durchschnittsgewichte im Buschteich (hinter der Raststätte). Hier führen die regelmäßigen Hegeangeln schon zu messbaren Erfolgen. Thomas Kaiser fing hier die meisten Fische (162/4123 Gramm) gefolgt von Carsten Jöckel (154/3818) und Wolfgang Kaiser (71/1608).
