Seefeld - Es läuft und läuft und läuft: Die Raiffeisen-Warengenossenschaft Butjadingen/Seefeld hat 2012 beim Warenumsatz die 20-Millionen-Euro-Marke nur knapp verfehlt. Genau waren es 19,03 Millionen Euro. Das sagte der Geschäftsführer Heiko Plump am Mittwochabend in der Generalversammlung im Seefelder Schaart.
Vor zehn Jahren hatte der Warenumsatz noch bei 6,7 Millionen Euro gelegen, 2011 bei 17,2 Millionen. Die Bilanzsumme stieg um 181 000 auf 2,68 Millionen Euro. Der Bilanzgewinn von knapp 11 000 Euro fließt in die Rücklagen. Die Zahl der Mitglieder sank um 11 auf 254.
Ein Wachstumsmarkt waren 2012 die Futtermittel, denn in der nördlichen Wesermarsch molken die Bauern bei stabilen Milchpreisen mehr Kühe. Die Menge des verkauften Kraftfutters stieg um 10,2 Prozent auf 22 535 Tonnen. Damit machten die Futtermittel insgesamt 48 Prozent des Mengenumsatzes von 47 389 Tonnen aus. Der Wertumsatz bei Futtermitteln stieg um 14,4 Prozent auf 6,4 Millionen Euro. Im Wert machen die Futtermittel 16,4 Prozent des Umsatzes aus.
Getreide ist teurer
Die Preissteigerung beim Kraftfutter ist auf den höheren Getreidepreis zurückzuführen, erläuterte Plump. Das zeigt auch der entsprechende Posten in der Statistik der Genossenschaft: Sie kaufte 2012 knapp 4,5 Millionen Tonnen Getreide von den Bauern, 32 Prozent mehr als 2011, dafür gab sie 1,1 Millionen Euro aus, 49,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs beim Getreide zeige, dass sich die laufende Modernisierung des Standortes Ruhwarden auszahle, sagte der Vorstandsvorsitzende Dieter Hülstede.
Zweitgrößter Posten beim Wert ist der Treibstoff: 4,4 Millionen Tonnen setzte die Genossenschaft im vergangenen Jahr ab, 5,1 Prozent mehr als 2011. Der Wert wuchs um 9,7 Prozent auf 5,4 Millionen Euro. Treibstoff verkauft die Genossenschaft an ihrer 1998 in Seefeld gebauten Tankstelle; sie liefert ihn auch an Bauern, Lohnunternehmer und Baustellen.
Heizöl weniger gefragt
Zweitgrößter Posten in der Menge sind die Düngemittel, die um 436 000 auf 6,5 Millionen Tonnen zunahmen, im Wert aber um 87 000 auf 1,6 Millionen Euro abnahmen. Ein Mengenminus von 0,6 Prozent auf knapp 2,4 Millionen Tonnen gab es bei den Brennstoffen Heizöl, Eierkohlen und Brikett, weil der Trend zum Gas geht. Der Wert wuchs allerdings um 107 000 auf 1,8 Millionen Euro.
Stabil blieb der Umsatz der drei Raiffeisenmärkte Seefeld, Burhave und Ruhwarden mit insgesamt 613 000 Euro.
