Bad Zwischenahn - Möglichst wenig Fläche, so wenig Anlagen wie möglich mit möglichst großem Ertrag – das ist das Ziel des Landkreises für die Nutzung von Windenergie im Ammerland. Das betonte Baudezernent Thomas Jürgens im Ausschuss für Planung, Energie und Umwelt. Der musste sich vor ungewohnt vielen interessierten Bürgern im Haus Brandstätter ein zweites Mal mit dem Kriterienkatalog zur kreisweiten Windkraftpotenzialstudie befassen. Um die gewünschte Konzentrierung zu ermöglichen, hatten sich die Kommunen für eine kreisweite Studie ausgesprochen.
Und letztlich sprach sich der Fachausschuss einstimmig für die Abstandsregelungen aus, die auf Gemeindegebiet im Wesentlichen drei größere Flächen im Süden ausweisen, die für eine Windkraftnutzung aufgrund von Abständen (etwa zu Häusern) grundsätzlich geeignet sind (die NWZ berichtete).
Ob auf diesen Flächen allerdings einmal Windenergieanlagen stehen werden, sei derzeit noch völlig offen, betonten Vertreter des Landkreises, der Gemeinde und des mit der Studie beauftragten Planungsbüros. Bei entsprechendem Interesse würde in jedem Einzelfall eine Planung mit weiterer Abwägung folgen. Dabei seien pro Fläche angesichts der Größe maximal fünf Anlagen denkbar, erklärte Johannes Ramsauer vom Planungsbüro NWP.
Dennoch äußerten einige der rund 50 Besucher angesichts einer Anlagenhöhe von bis zu 200 Metern ihre Sorgen und sprachen von „Horrorvorstellungen“. So seien mögliche Anlagen in Ekernermoor trotz einer Tabuzone von 2500 Meter rund ums Zwischenahner Meer vom Kurort aus zu sehen. Dies sei insbesondere mit dem Tourismus nicht zu vereinbaren.
