Oldenburg - Die Oldenburgische Landesbank (OLB) verzeichnete in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres nach eigener Einschätzung eine positive Geschäftsentwicklung – mit einem Ergebnis vor Steuern über Vorjahresniveau, verringerter Risikovorsorge und einer robusten Kapitalbasis. Man habe auch im dritten Quartal den „stabilen Kurs fortgesetzt“, fasste die Regionalbank die jüngste Entwicklung in dem am Donnerstag vorgelegten Zwischenbericht zusammen.

Bis Ende September wurde demnach ein Vorsteuerergebnis von 30,9 Millionen Euro erwirtschaft – spürbar mehr als ein Jahr zuvor (28 Millionen Euro). Das Ergebnis aus operativer Geschäftstätigkeit hat sich mit 27,8 (13,5) Millionen Euro mehr als verdoppelt. „Wir werden 2014 deutlich besser abschließen als das Jahr zuvor“, prognostizierte OLB-Vorstandsvorsitzender Dr. Achim Kassow.

Die Bank sei im Kundengeschäft weiterhin „erfolgreich“. Trotz der ungünstigen Zinsverhältnisse blieb der Zinsüberschuss – als zentrale Ertragssäule – mit 177,4 (178,3) Millionen Euro fast stabil. Grund sei „das weiterhin hohe Kredit- und Kundeneinlagenvolumen“. Der Provisionsüberschuss sank wie von der OLB erwartet auf 53,7 (63,1) Millionen Euro. Dies begründete der Vorstand damit, dass das Vorjahresergebnis noch von der Sparte „Allianz Bank“ geprägt gewesen sei. Sie wurde – wie berichtet – Mitte 2013 geschlossen. „Solide“ seien aber die Provisionen im Wertpapiergeschäft mit den Kunden im Nordwesten.

Die Personal- und Sachaufwendungen reduzierten sich durch das Ende der Ge-schäftstätigkeit der Allianz Bank deutlich: Der laufende Personalaufwand betrug bis Ende September 114,3 (126,4) Millionen Euro, der Sachaufwand sank auf 63,9 (73,5) Millionen Euro. In der Regionalbank sei kräftig in die Modernisierung der technischen Infrastruktur der Filialen und des Online-Angebots sowie in die Umsetzung neuer regulatorischer Vorschriften und Prozesse investiert worden.

Zu den besseren Gewinnzahlen trägt eine stark reduzierte Risikovorsorge bei: 27,3 Millionen Euro nach 43,4 Millionen Euro zuvor. „Im Kreditgeschäft mit mittelständischen Firmenkunden entwickelte sich die Risikolage günstig“, heißt es im Neunmonats-Bericht. Dagegen bleibe die Situation in der Schifffahrtsbranche insgesamt „nach wie vor angespannt“. Hier sei die Risikovorsorge erhöht worden.


Die OLB, nach eigenen Angaben größte private Regionalbank Deutschlands (Bilanzsumme 14,1 Milliarden Euro) sieht sich mit einer Kernkapitalquote von 9,8 Prozent (per 31. Dezember 2013: 9,5) Prozent „weiter deutlich über dem nach Basel III-Vorschriften ab 2019 vorgesehe-nen Mindestwert von 8,5 Prozent“.

Das Kreditvolumen stieg seit Jahresende 2013 (10,3 Milliarden Euro) nur leicht auf 10,4 Milliarden Euro. Zugleich lägen die Kundeneinlagen mit 7,8 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau (per 31. Dezember 2013: 7,8 Mrd. Euro).

Für das laufende vierte Quartal rechnet die OLB mit einer „stabilen Entwicklung der operativen Erträge“.

Ohne eine Zuspitzung in der Schifffahrtsbranche werde auch eine „weiterhin stabile Ergebnisentwicklung“ erwartet. Im Gesamtjahr rechnet man mit einer „deutlichen Verbesserung“ aus dem Regionalbankgeschäft und damit des Gesamtkonzernergebnisses.