Wiefelstede - Mächtig gebuddelt werden soll 2016 beim Regenrückhaltebecken am Hörner Diek in Wiefelstede. Um das dortige Stauvolumen an die aktuellen Erfordernisse anzupassen, sollen 270 100 Euro für Entschlammung und Vertiefung sowie Vergrößerung der beiden Trockenbecken aufgewendet werden. Das empfiehlt der Straßen- und Verkehrsausschuss.
Zudem empfahl das Gremium 2018 eine weitere Beckenvergrößerung vorzunehmen, die nochmals rund 58 000 Euro kosten wird. Insgesamt können die Becken am Hörner Diek derzeit rund 10 000 Kubikmeter Oberflächenwasser aufnehmen. Nach Abschluss beider Maßnahmen sollen es rund 17 500 Kubikmeter sein. Dafür werden 2016 zunächst drei Zuläufe zu den Trockenbecken tiefergelegt, die Trockenbecken dann um rund 25 Zentimeter vertieft und auch vergrößert.
Eine Anpassung des Stauvolumens war im Frühjahr bei Gesprächen über das Entwässerungskonzept für die Erweiterung des Gewerbegebiets Eisenstraße von der Ammerländer Wasseracht gefordert worden. Damals hatte die Wasseracht zudem die Einrichtung einer Pegelmessstation am Hörner Diek gefordert. Hintergrund war eine fehlerhafte Steuerung des Klappenwehrs, die zur Ableitung erhöhter Wassermengen aus dem Regenrückhaltebecken und damit zu hohen Wasserständen der Halfsteder Bäke mit Überflutungen und Böschungsabbrüchen führte. Die Gemeinde soll sich mit 50 Prozent der Kosten an der Einrichtung der Pegelmessstation beteiligen, empfahl der Fachausschuss; das sind rund 7000 Euro. Mit der Station kann die Wasseracht die Gemeinde bei Störungen kurzfristig informieren.
Weitere 23 000 Euro soll die Gemeinde 2016 in die Hand nehmen, um die Regenrückhaltebecken Heidkamperfeld, Holtwiese, Thienkamp und Dingsfelde aufzureinigen, empfahl der Ausschuss. Schließlich soll 2016 noch der abgängige, rund 75 Meter lange Maschendrahtzaum um das Regenrückhaltebecken am Dompfaffweg in Metjendorf ausgetauscht und durch einen Doppelstab-Gittermattenzaun ersetzt werden. Kosten: rund 5000 Euro.
Bereits in der Beratungsvorlage hatte Bauamtsleiter Hans-Günter Siemen auf die steigenden Kosten für die Unterhaltung und Entschlammung der neun Regenrückhaltebecken in der Gemeinde hingewiesen (die NWZ berichtete). „Die Kosten und die zukünftigen Erneuerungskosten sollten Anlass sein, auch in der Gemeinde Wiefelstede über die Einführung einer Regenwassergebühr nachzudenken“, schrieb Siemen weiter. Das Thema wurde im Ausschuss nicht beraten.
