Wiefelstede - Insgesamt noch 209 Flüchtlinge muss die Gemeinde Wiefelstede bis Ende März 2016 aufnehmen. Diese Zahl nannte Bürgermeister Jörg Pieper bei der diesjährigen Dienstbesprechung der 20 Bezirksvorsteher der Gemeinde im Sitzungssaal des Rathauses. Die Gemeinde suche denn auch weiter „händeringend“ Wohnraum, um weitere Flüchtlinge unterzubringen.

Die Unterbringung Schutzsuchender habe die Gemeinde im vergangenen Jahr intensiv beschäftigt, sagte Pieper: „Und das unabhängig von allen anderen Aufgaben.“ Der Umbau des ehemaligen Dringenburger Krugs für die Unterbringung von insgesamt mehr als 40 Flüchtlingen werde bald abgeschlossen sein: Dann könnten die ersten Flüchtlinge dort in Kürze einziehen. Pieper betonte, dass die Gemeinde auch die Nutzung öffentlicher Gebäude für die Unterbringung von Flüchtlingen künftig nicht ausschließe. Dabei werde jedoch die aktuelle Auslastung etwa von Mehrzweckgebäuden oder Sporthallen stets in Betracht gezogen. Die Hauptlast bei der Flüchtlingsunterbringung trage derzeit der Norden der Gemeinde inklusive Hauptort. Wie Pieper nochmals erklärte, hat die Gemeinde in Wiefelstede mittlerweile auch ein Wohnhaus für die Unterbringung von Flüchtlingen gekauft. „Eine Anmietung war nicht möglich“, sagte der Bürgermeister.

Bei Gebäck, Glühwein und Geschichten, die der Sprecher der Bezirksvorsteher, Heinz Friedrichs, vortrug, warb Pieper nochmals für die Buslinie 330, die zwischen Conneforde und Oldenburg in der Woche im Stundentakt fahre und auch an den Wochenenden eine bessere Verbindung herstelle. Pieper erinnerte daran, dass der Landkreis diese verbesserte Taktung zunächst für zwei Jahre ermöglicht habe. „Nun ist wichtig, dass die Linie auch genutzt wird“, erinnerte Pieper daran, dass bei zu geringer Auslastung das Angebot auch wieder eingestellt werden könnte.

Die Gemeindeverwaltung sagt bei der alljährlichen Dienstbesprechung auch immer „Danke“ für die Arbeit der Bezirksvorsteher, die im kommenden Jahr beispielsweise wieder die Wahlbenachrichtigungen für die am 11. September ansehende Kommunalwahl verteilen. Die „Lüttje Bürgermeister“ sind in ihren Bezirken Verbindungsglied zwischen Einwohnern und Gemeindeverwaltung.