Hude - Die Vogelgrippe breitet sich in Geflügelbeständen im Landkreis Oldenburg weiter aus. Wie das Veterinäramt des Landkreises Oldenburg am Dienstag auf Nachfrage bestätigte, ist die Geflügelpest, die am 24. Dezember in einem Stall in Neerstedt (Gemeinde Dötlingen) festgestellt worden war, jetzt auch in Hude angekommen.
Auch hier ist der hochpathogene Erreger vom Typ H5N8 nachgewiesen worden sein.
Das war am Dienstag gegen 10 Uhr vom Friedrich-Loeffler-Institut bekanntgegeben worden, wie Nicole Hobben von der Pressestelle des Landkreises Oldenburg berichtete.
Mit der Tötung der Puten in den betroffenen Ställen in Hude muss laut Veterinäramt umgehend begonnen werden. Es sind laut Landkreis insgesamt 22 300 Hähne und Hennen. Sie sind 16 Wochen alt.
Die fachgerechte Tötung soll noch an diesem Dienstagnachmittag starten und wird wohl die ganze Nacht über dauern.
Die von der Geflügelpest betroffenen Ställe liegen entlang des Huder Baches, vom Klosterbezirk bis hinter dem Wertstoffhof.
Wie die Sprecherin des Landkreises berichtete, bleibt der Wertstoffhof ab sofort und bis einschließlich Mittwoch geschlossen.
Diese Maßnahme habe nichts mit einer Gefährdung zu tun, sondern damit, dass die Zufahrten zum Wertstoffhof frei bleiben müssten für die Fahrzeuge, die die Spezialfirma vor Ort an den Ställen einsetze, hieß es.
Eine Übertragung des H5N8-Erregers auf den Menschen ist laut Experten bisher weltweit nicht nachgewiesen.
Ein Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern wurde eingerichtet. Hinzu kommt ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von zehn Kilometern.
72 Stunden „Stand Still“ für den Transport von Geflügel wurden angeordnet – bis zum 30. Dezember, 12 Uhr. Das betreffe die gesamte Gemeinde Hude, bis auf den Durchgangsverkehr auf der Autobahn 28, teilte der Landkreis am Dienstag mit.
Laut Landkreis-Sprecherin gibt es bislang keine Erkenntnisse, wie die Geflügelpest nach Hude eingeschleppt worden ist. Verbindungen zu dem betroffenen Stall in der Gemeinde Dötlingen gebe es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.
