Ganderkesee - Für Philip Kahrs und seine Mitarbeiter von der Sila Service GmbH ist das Leben derzeit ein ständiges Auf und Ab. Die Monteure tauschen an sechs Ganderkeseer Straßen die Beleuchtung aus. Das heißt für Kahrs: Hinauffahren mit der Hebebühne, Lampenkopf austauschen und schon geht’s wieder abwärts. 226 Mal werden die Monteure diesen Ablauf in den nächsten Wochen vollziehen, 226 neue LED-Leuchten installieren und 226 alte HQL-Leuchten „in den Ruhestand schicken“.
„Die Umrüstung wird gemacht, um das Klima zu schonen und die Kosten für die Straßenbeleuchtung zu senken“, teilte Matthias Meyer vom Fachdienst für Finanzen und Personal am Montag mit. Als Betreiber der Straßenbeleuchtung in Ganderkesee hatte der Kommunalservice Nordwest im Jahr 2011 mehr als 955 000 Kilowattstunden Strom für den Betrieb der Straßenbeleuchtung aufgewendet. Die Kosten dafür beliefen sich auf 192 000 Euro, die indirekt über die Zweckverbandsumlage von der Gemeinde finanziert wurden.
Nun werden am Trendelbuscher Weg, an der Elmeloher Straße, der Schönemoorer Landstraße, dem Schulweg, Auf dem Hohenborn und auf einem Teilabschnitt der Nutzhorner Straße nach und nach 226 neue LED-Leuchten strahlen. „Die Stromeinsparung beträgt dadurch etwa 70 Prozent im Vergleich zum bisherigen System. Dadurch wird die Gemeinde 10 400 Euro im Jahr sparen“, erklärte Meyer.
Die Umrüstung werde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Die Gesamtkosten betragen laut Meyer 215 000 Euro. Die Förderhöhe des Bundes liege bei 25 Prozent der Gesamtausgaben. Da die Masten an der Nutzhorner Straße nicht förderfähig seien, betrage die Fördersumme insgesamt 49 770 Euro.
Die Anlieger können sich jedenfalls über die Förderung freuen: „Die Zuschüsse des Bundes wirken sich beitragsmindernd aus“, erklärte Meyer. Außerdem würden die LED-Leuchten eine angenehme und klare Sicht auf die Straßen bieten.
Seit der letzten Woche arbeiten Kahrs und seine Kollegen an der Erneuerung. Begonnen haben sie in der Straße Auf dem Hohenborn. Am Montag waren die Leuchten an der Elmeloher Straße dran. Bis spätestens bis zum 30. Juni sollen alle 226 Leuchten ausgetauscht sein. „Langfristig ist das sicher für die über 2000 Straßenlampen der Gemeinde eine Option“, sagte Meyer.
