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25 Prozent weniger Eier

BENJAMIN KLEEMANN

Frage:

Herr Windhorst, ab 2012 dürfen Legehennen in der EU nicht länger in Käfigen gehalten werden. Warum gilt das Verbot in Deutschland schon 2009?

Windhorst:

Weil die rot-grüne Bundesregierung damals entschieden hat, die Umsetzung der EU-Verordnung vorzuziehen.

Frage:

Welche Kosten kommen damit auf die Hennenhalter zu?

Windhorst:

Heute werden in Deutschland zwei Drittel der Eier in Käfigen produziert. Der Umbau würde über 600 Millionen Euro kosten, allein in Niedersachsen müssten 318 Millionen Euro in neue Ställe investiert werden. Hinzu kommt der Wettbewerbsnachteil gegenüber ausländischen Produzenten.

Frage:

Welche Folgen befürchten Sie?

Windhorst:

Viele Bauern haben nicht das nötige Geld. Ich rechne deshalb damit, dass etwa 25 Prozent der Hennen verloren gehen. Durch die Verknappung werden die Preise steigen und Eier aus Weißrussland oder der Ukraine importiert werden müssen, wo die Käfighaltung weiter vorherrscht. Der Gesetzgeber könnte dem entgegen wirken, indem er die Frist stillschweigend verlängert.

Zum drohenden Anstieg der Eierpreise in Deutschland wegen des Verbots der Käfighaltung äußert sich Prof. Dr. Hans-Wilhelm Windhorst, Hochschule Vechta.

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