Großenkneten - Über ein neues Löschgruppenfahrzeug (LF) 10 kann sich die Freiwillige Feuerwehr Großenkneten seit Freitagabend freuen. Es ist seit Ende August bereits im Einsatz, jetzt erfolgte die offizielle Übergabe. Das neue Fahrzeug hat rund 270 000 Euro gekostet.

Zur offiziellen Übergabe beim Feuerwehrhaus begrüßte Ortsbrandmeister Hendrik Behrends neben vielen der 58 aktiven Kameraden Gäste aus Politik und Verwaltung, Vertreter der Nachbarfeuerwehren und der Kreisfeuerwehr, Andreas Apeldorn (Firma Rosenbauer) sowie Frank Schwerter und Karl-Heinz Neumann (Öffentliche Versicherung Oldenburg).

Hendrik Behrends betonte, dass es sich um notwendiges Equipment handele, welches im Notfall Menschenleben rette. Die Ortsfeuerwehr Großenkneten sei derzeit in der glücklichen Lage, so Behrends weiter, dass innerhalb von eineinhalb Jahren zwei Großfahrzeuge in Dienst gestellt werden konnten. Anfang 2014 hatten die Großenkneter bereits ein neues HLF 20 für 300 000 Euro erhalten.

Bürgermeister Thorsten Schmidtke unterstrich, dass die Feuerwehren eine wichtige Rolle im Sicherheitskonzept der Gemeinde spielen. „Das Anforderungsprofil hat sich in den letzten Jahren generell verändert“, so Schmidtke. Aus der Mannschaft, die einst „nur“ Brände gelöscht habe, sei eine universelle „Task-Force-Einheit“ geworden, die fachkundig unterschiedliche Gefahrensituationen bewältige und für schnelle Hilfe sorge. Um die Aufgaben schnell und effektiv erfüllen zu können, sei neben der richtigen Einsatzstruktur auch modernstes technisches Equipment erforderlich.

Unterstützung bei der Beschaffung erhielt die Gemeinde von der Öffentlichen Versicherung Oldenburg mit einer Spende in Höhe von 8000 Euro€. Frank Schwerter überreichte Bürgermeister Schmidtke einen symbolischen Scheck.


Vor drei Jahren hatte der damalige Gemeindebrandmeister Carsten Rönnau bei der Gemeinde den Antrag auf Ersatzbeschaffung für das LF 8 aus dem Jahre 1989 gestellt. Für die europaweite Ausschreibung wurde die Kommunale Wirtschafts- und Leistungsgesellschaft (KWL) beauftragt. Das erste Leistungsverzeichnis wurde der Feuerwehr im Juli 2013 zugesandt. Nach weiteren elf Monaten konnte die europaweite Ausschreibung erfolgen. Bei der Ausschreibung wurden vier Angebote für den Aufbau und drei Angebote für das Fahrgestell abgegeben.

Nach einer Vergleichsvorführung im Juli 2014 in Burgdorf bei Hannover fiel die Wahl auf das Fahrgestell der Firma MAN und den Aufbau der Firma Rosenbauer. Im Oktober 2014 wurde es bestellt. Im April wurde das Fahrgestell von MAN an die Firma Rosenbauer in Luckenwalde ausgeliefert. Ende August holten einige Kameraden dann das neue LF 10 ab.