Barßel - Draußen ist es dieser Tage bitterkalt. Beim Öffnen des Türchens an diesem Tag ändert sich die Temperatur allerdings schlagartig. Es ist stickig, die Luft ist feucht und es riecht nach Chlor.

Horst Nicolai führt die NWZ  durch das Barßeler Hallenbad. Seit 23 Jahren ist Nicolai hier als Schwimmmeister tätig. Durch sein Büro, von dem aus er einen Blick über das gesamte Becken hat, gelangt man in den Keller. Die Luft ist dort noch viel drückender. „In diesem Räumen ist die komplette Technik des Hallenbades untergebracht“, erzählt Nicolai. Neben vielen Rohren, Schaltern und Hebeln fällt ein großer, blauer Kessel sofort ins Auge. „Das ist die Filteranlage“, erklärt der Schwimmmeister.

Das Wasser im Becken werde kontinuierlich durch diesen Filter gesäubert, so Nicolai. „Die Umwälzpumpe läuft 24 Stunden am Tag. Bei diesem Vorgang wird das Wasser gleichzeitig gechlort und auf 29,5 Grad erwärmt.“ Pro Kubikmeter Wasser müssen zwischen 0,3 und 0,5 Milliliter Chlorgranulat hinzugefügt werden. „Früher wurde Chlorgas verwendet, das ist aber zu gefährlich“, sagt Horst Nicolai. Das Granulat wird direkt aus dem Behälter dem Wasserkreislauf zugeführt, so Nicolai. Die ganze Anlage wird per Computer gesteuert.

Pro Badegast wird mit einer Wassermenge von 30 Litern gerechnet. „Wir zählen am Ende des Tages die Besucherzahlen zusammen und fügen dann Frischwasser hinzu“, sagt Nicolai.