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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

30 000 regionale Arbeitsplätze mit Energie

14.12.2012

Oldenburg Die Energiewirtschaft hat sich im Nordwesten als wichtiger Wirtschaftsbereich etabliert. Wie aus einer am Donnerstag auf der „Regionalkonferenz Energiewende 2020“ in Oldenburg vorgestellten Studie hervorgeht, sind in 440 Betrieben der Energiewirtschaft im Nordwesten (Gebiet der Ems-Achse und des alten Oldenburger Landes) 40 000 bis 42 000 Beschäftigte tätig. Wenn nur die regionalen Arbeitsplätze gerechnet werden, bleiben noch rund 30 000 Beschäftigte

„Die Energiewirtschaft ist ein sehr bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region“, sagte Dr. Arno Brandt vom Cima Institut für Regionalwirtschaft, das die Studie gemeinsam mit der Regio GmbH und der Arsu GmbH angefertigt hat. Bezogen auf die insgesamt 600 000 Beschäftigten in der Region komme man auf einen Anteil von fünf Prozent.

Brandt bescheinigte der Energiewirtschaft, die neben der Erzeugung, Versorgung und Verteilung von Energie, auch den Handel, den Maschinen- und Anlagenbau sowie Dienstleistungen umfasst, in der Region eine „überdurchschnittliche Beschäftigungsdynamik“. 60 Prozent der Betriebe hätten angegeben, in den nächsten drei Jahren die Zahl der Beschäftigten erhöhen zu wollen. „Die Region profitiert stark von der Energiewende“, so Brandt.

Wie Dr. Uwe Kröcher von der Regio GmbH erläuterte, haben sich vier Schwerpunkte der Energiewirtschaft in der Region herausgebildet. Erstens sei dies der Sektor der fossilen Energiegewinnung, zweitens die Windenergie an Land (Onshore), drittens die Offshore-Windenergie mit ihrer hohen regionalen Fertigungstiefe und viertens die Bioenergie .

„Die Energiewirtschaft im Nordwesten ist eine Schlüsselwirtschaft – auch für den Aufschwung weiterer Branchen“, sagte Roland Hentschel, Vorsitzender des Oldenburger Energieclusters (Olec). Olec hatte gemeinsam mit der Metropolregion Bremen-Oldenburg die Konferenz organisiert. Zugleich mahnte Hentschel an, „noch selbstbewusster gegenüber Brüssel und Berlin aufzutreten“ und seine Kompetenzen im Energiebereich zu zeigen.

Torsten Maus, Vorsitzender der Geschäftsführung von EWE Netz, wies darauf hin, dass der Anteil von Strom aus Erneuerbaren Energien im Netz des Oldenburger Versorgers mittlerweile bereits bei 70 Prozent liege „Wir haben jetzt schon die Ziele der Bundesregierung für 2040 überschritten“, sagte er. Dies bedeute aber zugleich auch eine Herausforderung in Sachen Versorgungssicherheit, da man mittlerweile an die Kapazitätsgrenze des Netzes stoße.

Dr. Dr. Magnus Buhlert vom Niedersächsischen Umweltministerium bezeichnete die Energiewende als „Herausforderung und Chance zugleich“. Der Region an der Küste bescheinigte er gerade im Bereich Windenergie „unheimliche Chancen“. Zugleich bewege man sich in einem Spannungsfeld aus Versorgungssicherheit, Preisgünstigkeit und Umwelt- und Klimaverträglichkeit. In diesem Zusammenhang verteidigte er sowohl die Haftungsregeln im Offshore-Bereich als auch die Entlastung energieintensiver Betriebe. „Niedersachsen ist ein bedeutender Industrie- und Automobilstandort und soll dies bleiben“, so Buhlert.

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