Edewecht - Die Sorge um die Ausbreitung der hoch ansteckenden Geflügelpest geht weiter: Wie der Landkreis Ammerland bekanntgab, wurde am Donnerstag in einem Putenstall in Bösel (Landkreis Cloppenburg) erneut der gefährliche Erreger H5N8 nachgewiesen. Die dort gehaltenen 25 000 Putenhähne müssen daher jetzt getötet werden. Der betroffene Betrieb wird gesperrt.

Der Vorfall hat aber auch Auswirkungen auf den benachbarten Landkreis Ammerland. Ein sogenanntes Beobachtungsgebiet wurde jetzt in Teilen der Gemeinde Edewecht eingerichtet: in Süddorf, Husbäke und Jeddeloh II. Es gelten dadurch strikte Transportbeschränkungen. Davon betroffen sind nach Auskunft des Veterinäramtes 29 Hobbygeflügelhaltungen mit insgesamt etwa 340 Tieren. Teilweise liegen diese aber schon in einem Beobachtungsgebiet, das im Anschluss an den Ausbruch der Geflügelpest am 25. Dezember in der Gemeinde Garrel eingerichtet wurde.

In anderen Teilen des Ammerlandes gab es Entwarnung. So waren nach dem Fund eines vom Virus betroffenen Wildvogels in der Samtgemeinde Jümme ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet im grenznahen Bereich eingerichtet worden. Diese konnten nun wieder aufgehoben werden, erklärte Susanne Greiner-Fischer, Leiterin des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Landkreises Ammerland. Es habe bei allen untersuchten verendeten Wildvögeln keine nachgewiesenen Fälle gegeben, bei denen das gefährliche Virus Todesursache gewesen sei. „Auch ein Verdacht auf Geflügelpest in einem Hobbygeflügelbestand in der Gemeinde Apen konnte bisher nicht bestätigt werden“, heißt es aus dem Veterinäramt. Gerade mit Hinblick auf die zahlreichen Geflügelpestausbrüche in den Nachbarlandkreisen Cloppenburg und Oldenburg wies die Amtsleiterin ausdrücklich darauf hin, dass die Aufstallpflicht im Ammerland aber weiterhin bestehen bleibe.

Kerstin Schumann
Kerstin Schumann Redaktion Westerstede