Nonnweiler/Schortens/Cloppenburg - Der zweitgrößte deutsche Pizza-Bäcker Nestlé Wagner hat im saarländischen Nonnweiler ein neues Werk für Tiefkühlpizzen eröffnet. Mit der 50 Millionen Euro teuren Anlage will das Unternehmen seine Pizza-Produktion von rund 280 Millionen auf 350 Millionen Stück im Jahr erhöhen.
„Wir wollen unseren Marktanteil in Deutschland steigern und weitere ausländische Märkte erschließen“, sagte am Dienstag der Geschäftsführer der Nestlé Wagner GmbH, Thomas Göbel. Der Exportanteil von derzeit gut einem Drittel solle in den nächsten zehn Jahren auf mehr als 50 Prozent wachsen.
Europa hat noch großen Hunger auf Tiefkühlpizza – da ist sich der Vorstandsvorsitzende der Nestlé Deutschland AG, Gerhard Berssenbrügge, sicher. Aber auch in Deutschland könne der Absatz – etwa mit neuen Produkten – wachsen, sagt der aus Cloppenburg stammende Manager.
Der Hunger der Deutschen auf Tiefkühlpizza sei in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, meint die Geschäftsführerin des Deutschen Tiefkühlinstituts, Sabine Eichner. Rund 825 Millionen Pizzen wurden 2012 bundesweit in die Backöfen geschoben – im Schnitt aß jeder Deutsche zehn Stück.
Nestlé Wagner setzt jährlich 400 Millionen Euro um – und ist mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent die Nummer zwei im deutschen Tiefkühlpizza-Markt hinter Dr. Oetker. Die Firma wurde 1968 als Wagner Tiefkühlprodukte GmbH im Saarland gegründet. Der Lebensmittelkonzerns Nestlé hat Wagner seit 2005 schrittweise übernommen. Seit Anfang dieses Jahres heißen die Pizzabäcker Nestlé Wagner GmbH.
Um Pizza und andere Fertigprodukte ranken sich auch Hoffnungen im Zusammenhang mit dem beantragten Bau einer riesigen Fabrik in Schortens (Kreis Friesland). Einen Zeitpunkt für den Baubeginn gibt es allerdings noch nicht.
