Ganderkesee/Hude - Die Wiederaufforstung im Hasbruch beginnt. Nach dem winterlichen Holzeinschlag in dem Wald werden nun zügig die entstandenen Freiflächen wie geplant mit anderthalb Meter großen Stieleichen ausgepflanzt, wie Rainer Städing von den Niedersächsischen Landesforsten mitteilt.

Nachdem es zuletzt 2013 in den Baumschulen geeignete Eichenpflanzen gab, werden nun die lange vorgegebenen Eichenkulturen nachgeholt. Fünfzehn solcher Freiflächen, überwiegend zwischen einem halben und einem ganzen Hektar groß, wurden nach dem Holzeinschlag von störendem Reisig befreit und werden nun mit einem speziellen Bagger-Pflanzverfahren aufgeforstet.

37 000 Eichen, die von einer Baumschule aus geernteten Eicheln aus Neuenburger Wäldern aufgezogen wurden, stehen für die zehn Hektar Pflanzflächen im Hasbruch bereit. „Die großen Eichen haben einen ziemlichen Wurzelumfang und können nur mit dem Pflanzspatel des Baggers tief genug gesetzt werden“, erklärt Revierförster Jens Meier den Einsatz eines Kleinbaggers auf Raupenketten, den Forstwirte wie Klaus Scheffer für diese Art der Pflanzung nutzen.

Während üblicherweise in den Niedersächsischen Landesforsten kniehohe Eichensämlinge gepflanzt werden, sollen die größeren Pflanzen den Wildschutzzaun überflüssig machen und schneller aus dem konkurrierenden Bewuchs von Brombeere, Farn und anderen Pflanzen herauswachsen.

Die Verjüngung der Hasbruch-Eichen durch Anlage von Pflanzungen ist Bestandteil des Erhaltungs- und Entwicklungsplanes für das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Hasbruch. Vorrangig werden Pflanzflächen ausgewählt, auf denen nur wenige Eichen oder ein hoher Anteil abgestorbener Eichen stehen. Die Auswahl der Flächen erfolgte in enger Abstimmung mit dem Förster für Waldökologie und der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises. Über das Vorgehen wurden darüber hinaus der Runde Tisch Hasbruch und die Freunde des Hasbruch informiert.


Die Pflanzarbeiten finden schon jetzt in den Wintermonaten statt – wenn die Witterung es zulässt. „Mit dem frühen Pflanzbeginn wollen wir vermeiden, in trockenen Frühjahrsperioden noch pflanzen zu müssen“ so Meier. Dieses Vorgehen sei im atlantisch geprägten Klima im Weser-Ems-Raum üblich.