Hannover - Im jüngsten Pferdefleisch-Skandal sind 450 Tonnen möglicherweise falsch deklariertes Fleisch nach Niedersachsen gelangt. Ein holländischer Großhändler hatte zwischen November 2011 und Mitte Februar 2013 zwölf niedersächsische Betriebe beliefert, die wiederum 50 weitere Firmen mit Produkten versorgten. Dem Händler wird vorgeworfen, Rind- und Pferdefleisch gemischt zu haben. Es soll etwa zu Currywurst verarbeitet worden sein, so das Agrarministerium am Mittwoch.

Alle noch haltbaren Produkte wurden zurückgerufen. Ein Teil sei bereits bei Kontrollen im Februar und März entdeckt worden. Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen. Der Händler hatte auch ein Unternehmen aus Hamburg beliefert, das 25 Betriebe in Niedersachsen zu seinen Kunden zählte. Auch in diesen Landkreisen recherchieren nun die Behörden.